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Obama im Vatikan
Aus Tagesschau vom 27.03.2014.
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International Privataudienz von Präsident Obama bei Papst Franziskus

Der US-Präsident hat das Oberhaupt der katholischen Kirche im Vatikan getroffen. Es ist ihre erste persönliche Begegnung.

US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus sind zu ihrer ersten persönlichen Begegnung in einer Privataudienz zusammengekommen. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, empfing Obama und begleitete ihn zu Papst Franziskus. Gänswein hatte Obama bereits bei seinem Besuch bei Benedikt XVI. im Jahr 2009 kennengelernt.

«Es ist wunderbar, wieder hier zu sein», sagte Obama, der in Begleitung einer Delegation unter anderem mit US-Aussenminister John Kerry im Vatikan eintraf. Strahlend und mit einem «Thank you, Sir, thank you» eröffnete Obama seine erste Begegnung mit Papst Franziskus. «Ich bin ein grosser Bewunderer», fügte er an. Der ganz in Weiss gekleidete Jorge Mario Bergoglio erwiderte: «Willkommen, Herr Präsident!»

Menschenhandel verurteilt

Die beiden Männer begrüssten sich mit einem langen Händedruck, bevor sie sich zu einem Gespräch hinter verschlossenen Türen zurückzogen. Das Gespräch dauerte 52 Minuten und wurde in Englisch und in Spanisch geführt.

In einer nach der Audienz veröffentlichten Erklärung hiess es: Der Papst und Obama hätten dem Menschenhandel den Kampf angesagt. Gemeinsam würden sie sich für ein Ende des weltweiten Handels mit Menschen einsetzen. Zudem sei über eine Reform von Einwanderungsbestimmungen gesprochen worden. Beide Seiten forderten zudem, dass in «Konfliktzonen das internationale Recht und das Menschenrecht respektiert» und eine Lösung auf dem Verhandlungsweg gefunden werden müsse.

Persönliche Geschenke

Als Geschenk an den Gastgeber zeigte Obama eine persönliche Note: Er überreichte dem Papst eine Lederschatulle mit Obst- und Gemüsesamen aus dem Garten des Weissen Hauses. Wenn er ihn mal in Washington besuche, dann könne er sich den Garten ansehen. «Warum nicht?», lautete die Antwort des Papstes.

Auch mit dem Geschenk des Papstes kann Obama etwas anfangen: «Evangelii Gaudium» (Freude des Evangeliums) gilt als Manifest des Argentiniers. Das erste Apostolische Schreiben des Papstes, werde er wahrscheinlich im Oval Office lesen, freute sich Obama.

Fortsetzung mit Staatsbesuch in Italien

Der Besuch in Rom ist für Obama nach den politischen Gipfeln in Den Haag und Brüssel die dritte Station seiner Europa-Reise. Am Nachmittag standen noch Treffen mit dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano sowie dem neuen Regierungschef Matteo Renzi und ein Besuch des Kolosseums auf dem Programm. Am Freitag reist Obama nach Saudi-Arabien weiter.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler , St. Gallen
    Rom für die geistige Kontrolle, London für die finanzielle und Washington D.C. für die militärische.
  • Kommentar von Eddy Dreier , Burgdorf
    Sicherlich hat Obama den Papst ausspioniert, um mit ihm verhandeln zu können - er ist aber trotzdem nicht auf Augenhöhe.
    1. Antwort von E. Waeden , Kt. Zürich
      Vermutlich eher den Segen für sein Tun abholen wollen. Hoffentlich wird ihm diesen der Papst verweigert haben, denn er ist ja ein Mensch des Friedens, was man von Obama nicht behaupten kann. Aber das werden wir nie erfahren. Zu wünschen allerdings wäre, dass ihm der Papst betreffend Provokation gegen Russland die Leviten gelesen & ihm zur Mässigung diesbezüglich geraten hat.
  • Kommentar von Heiri Kugler , Udon Thani
    Matteo Renzi ist neu im Geschäft, er kennt die Direktiven aus Washington noch nicht und wird jetzt wohl persönlich "instruiert".
    1. Antwort von O. Toneatti , Bern
      H. Kugler@ Der neue Papst ist in Argentinien aufgewachsen und wird die blutige Herrschaft einiger Militär-Regierungen in Südamerika und die Ränkespiele der amerikanischen Früchtekonzerne dort aus nächster Nähe betrachtet haben. Unterschätzen Sie bitte deshalb diesen mutigen und humorvollen Papst nicht. mfg OT