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International Prominente Republikanerin warnt vor Trump

Die einflussreiche Republikanerin und Milliardärin Meg Whitman warnt mit drastischen Worten vor einem Präsidenten Donald Trump. Da dieser als «unehrlicher Demagoge» eine Gefahr für Wohlstand und Sicherheit darstelle, wolle sie nun Hillary Clinton unterstützen. Weitere Parteikollegen wenden sich ab.

Whiman
Legende: HP-Chefin Whitman führte während eines Jahrzehnts Ebay und ist die prominenteste Republikanerin im Silicon Valley. Keystone

Die US-Republikaner stehen auch nach der offiziellen Nominierung von Donald Trump an der Convention alles andere als geschlossen hinter ihrem Präsidentschaftskandidaten.

Und geht es nach der einflussreichen Republikanerin und Milliardärin Meg Whitman, werden Trump bis zur Wahl im November weitere Parteifreunde den Rücken kehren. Sie selbst wird den Wahlkampf von Hillary Clinton unterstützen.

Trump sei ein «unehrlicher Demagoge», warnt die Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard Enterprise. Er nutze Wut und Fremdenfeindlichkeit aus, sei uninformiert und würde als Präsident Wohlstand und Sicherheit der USA gefährden, schrieb Whitman bei Facebook.

Hitler-Vergleich und Geld für Clinton-Wahlkampf

Zuvor hatte Whitman Trump während eines Treffens von republikanischen Spendern gar mit Diktatoren wie Adolf Hitler und Benito Mussolini verglichen. Dazu stehe sie weiterhin, wird sie von der «New York Times» zitiert.

Diktatoren kämen oft mit demokratischen Mitteln an die Macht. Es sei an der Zeit, das Land der Partei voranzustellen. Sie werde für Clintons Wahlkampf Geld spenden und versuchen, ihre republikanischen Freunde zu überzeugen, das auch zu tun, sagte sie.

Richard Hanna, ein Vertreter des US-Repräsentantenhauses, braucht nicht mehr überzeugt zu werden: Er kündigte schon gestern an, dasselbe zu tun. Weitere Republikaner zögern zwar noch, sich so deutlich von Trump zu distanzieren. Doch der Burgfriede, den die traditionellen Republikaner und Trump am Parteitag vorletzte Woche in Cleveland geschlossen hatten, bröckelt.

21 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es gibt aber noch viel mehr prominente (wenn diese Frau denn prominent ist) die vor Hillary + der Weiterführung der Politik von Obama warnen. Die Republikaner haben selber Augen + Hirne und können sehen, dass Trump ein Präsident ist, der als einziger das "korrumpierte" Polit-Establishment auf Realität trimmen kann. Es wird weniger Kriege geben mit ihm. Die oberste Welt-Polit-Elite denkt und handelt doch in einer völlig von der Realität abgehobenen Dimension. Das hat nichts mehr mit Leben zu tun!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Wo waren diese "ehrlichen" Stimmen denn bis jetzt? Wieso meldeten sie sich nicht, solange sie diesen krassen Debakel hätten verhindern können? Besonders schlimm finde ich, dass sie der eigenen Partei den Rücken kehren und direkt die Kandidatin aus den Reihen der Konkurrenz unterstützen. Das ist natürlich viel leichter, als für eine Änderung zu kämpfen, solange es möglich ist... Erbärmlich... Dieser ganze Wahlkampf ist herausgeschmissenes Geld, echt.
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  • Kommentar von Susanna Beerli (S. Beerli)
    Ja und ist Hilllary etwa ehrlicher?
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Inwiefern? Es gibt Dinge, in denen die beiden eh nicht vergleichbar sind. So war z.B. Trump nie Aussenminister u. kann daher in so einer Position überhaupt noch gar keinen Fehler begangen haben. Oder sich in einem international. Konflikt in manchen Punkten verschätzt haben. Z.B. Libyen. Da waren dann Europäer nach dem Sturz Gaddafis auch quasi nirgends. Und wenn ich an CH denke: Bei der Geiselnahme von 2 CHlern, noch unter Gaddafi, war man in Bundesbern bereits am Anschlag, nahe der Ohnmacht.
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