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International Proteste wegen Vergewaltigung von 5jähriger

Sie wurde entführt, beinahe erwürgt und mehrfach vergewaltigt. Jetzt kämpft das fünfjährige Mädchen in einem Spital in Indien ums Überleben. Der Vorfall hat neue Demonstrationen ausgelöst.

Der Vorfall ereignete sich vergangenen Montag in Neu Delhi. Ein fünfjähriges Mädchen war im Stadtteil Gandhi Nagar verschwunden, zwei Tage später hörte ein Passant die Schreie des Kindes aus einer Wohnung im gleichen Haus. Nun liegt sie schwer verletzt im Spital – ob sie überlebt, ist noch ungewiss.

Frauen gehen in Indien auf die Strasse.
Legende: Dieser Vorfall weckt Erinnerungen an die Vergewaltigung einer jungen Frau im Dezember. Auch damals war die Wut gross. Reuters

Der Chef des behandelnden Spitals sprach von einer «barbarischen sexuellen Tat». Mehrere Gegenstände seien aus dem Körper des Mädchens entfernt worden.

Vater wirft Polizei Bestechung vor

Auch legten die Verletzungen nahe, dass der Vergewaltiger versucht habe, die Fünfjährige zu erwürgen. Vor dem Spital demonstrierten nun Familienmitglieder, Nachbarn und Aktivisten gegen die Untätigkeit von Polizei und Behörden.

Der Vater des Mädchens beschuldigte die Polizei, sie habe die Familie bestechen wollen. Ihnen seien 2000 Rupien (etwa 35 Franken) angeboten worden, wenn sie «ruhig bleiben». Die Polizei sei nach dem Verschwinden informiert worden, doch habe sie nichts unternommen.

Ein Polizeisprecher sagte, es werde wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes ermittelt. Der Tatverdächtige sei auf der Flucht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Noch was: 14.4.13 - Sternstunde Philosophie machte Werbung für einen «tabulosen Umgang mit Pädophilie». Strafrechtsprof, Reinhard Merkel setzte Homosexualität mit Pädophilie gleich als sex. Orientierungen (60er: Homosex = Krankheit, heute so mit Pädophilie) und erwähnte die Antike, «es sei kulturell, Pädophilie zu verurteilen». Besser die NZZ vom 10.4.2010, es ist Mythos und Verklärung. Es gab keine gesellschaftl. Anerkennung für «Knabenliebe».
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Vergewaltigungen auch von Kleinkindern passieren allüberall auf der Welt, man hört und liest davon, entsetzt sich ob solcher Brutalität und dann? Hat man je von gerechter Strafe gehört oder gelesen? Darüber schweigen sich die Medien aus, darüber wird offenbar nicht weiter recherchiert. In gewissen Kulturen bedeuten vergewaltigte Frauen Schande, werden von ihren eigenen Familien umgebracht oder zum Tode verurteilt durch Steinigung, wenn sie nicht vier männliche Zeugen aufrufen können.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Vergewaltigung - kein anderes Wort passt. Wieso sonst von «sexuellem Missbrauch» gesprochen wird, ist mir rätselhaft. Ich schlage jemanden mit einer Pfanne - das ist Missbrauch der Pfanne. Gebrauch ist kochen. Es gibt keinen irgendwie gearteten Gebrauch von Kindern. Gleich dumm ist «Schändung» - stammt aus dem Mittelalter. Die Frau wurde damals als «geschändet» angesehen. Dabei ist es ausschliesslich eine Schande, eine derartige Tat zu begehen. Wann kommt der Wechsel der Wörter auch bei uns?
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