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International Putin auf Tour: Waffendeals und Ölgeschäfte

Der Kremlchef bespricht mit Argentiniens Staatschefin Cristina Kirchner eine engere Zusammenarbeit in Energiefragen. Dabei spielt auch Nukleartechnologie eine Rolle. Jetzt reist Putin nach Brasilien zum WM-Finale und dann zum Brics-Gipfel.

Putin und Kirchner
Legende: Um die Wette lächeln mit Kirchner: Kremlchef Putin hat bei seiner Lateinamerika-Tour handfeste Geschäftsinteressen. Keystone

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat in Argentinien seine Lateinamerikareise fortgesetzt. Der Kremlchef ist in Buenos Aires mit seiner Kollegin Cristina Fernández de Kirchner zusammengekommen.

«Argentinien ist einer der bedeutendsten Partner Russlands in Lateinamerika», sagte Putin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem fast zweistündigen Treffen. Beide Länder seien sich einig, dass eine neue internationale Regelung der Weltfinanzen und insbesondere der globalen Kapitalflüsse notwendig sei, erklärte Kirchner. Das Thema sollte neben der Friedenssicherung und der Terrorismusbekämpfung auf die Agenda der G20 gesetzt werden.

Legende: Video Präsident Putin auf Lateinamerika-Tour abspielen. Laufzeit 2:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.07.2014.

Moskau liefert Rüstungsgüter

Putin und Kirchner unterzeichneten Verträge über eine engeren Zusammenarbeit in der Atomenergie und in der Medienpolitik sowie ein Auslieferungsabkommen. Es sei auch über eine Zusammenarbeit in der Gas- und Erdölförderung gesprochen worden, erklärte Kirchner. Auch bei der konventionellen Energieförderung sei Russland an einer aktiven Teilnahme mit der Lieferung von Turbinen interessiert, fügte Putin hinzu.

Es sei ausserdem die Ausstattung der argentinischen Streitkräfte mit russischen Hubschraubern und Transportflugzeugen vorgesehen, die unter anderem auf den Antarktis-Stützpunkten eingesetzt werden sollen.

Treffen mit anderen Präsidenten

Für den Abend hatte Kirchner den russischen Staatschef zu einem gemeinsamen Abendessen mit den Präsidenten von Bolivien, Evo Morales, Uruguay, José Mujica, und Venezuela, Nicolás Maduro, eingeladen.

Putin wird heute Sonntag zum Finale der Fussball-WM zwischen Deutschland und Argentinien in Rio de Janeiro erwartet. Russland ist 2018 Gastgeber der nächsten WM. Zum Abschluss seiner Reise nimmt Putin am Treffen der Brics-Gruppe am 15. und 16. Juli in Fortaleza und Brasília teil.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ist doch legitim und vernünftig, dass wenn man aus einem "Dealerkreis" ausgeschlossen wird, man sich dann selbständig auf die Suche nach neuen Verbündeten und Geschäftspartnern macht. Schon ist wieder Geiz und Neid im Spiel. Damit dass man der ganzen Welt das gleiche Benehmen aufzwingen will, wird man niemals zu möglichst guten Beziehungen + einigermassen Frieden gelangen. Wir sollten endlich merken, dass es verschiedene Wege nach Rom gibt!! Menschen die anders sind, können genau so gut sein!
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Im Kontext mit der Zusammenkunft der BRICS-Staaten in Brasilien ist der Besuch von Putin in Argentinien wohl bedeutsam. Die Beziehungen zwischen Argentinien zu Moskau reichen schon Jahrzehnte zurück. Es wird in den Augen der Argentinier, und nicht nur der aktuellen Regierung, dazu beitragen die Abhängigkeit von Washington u. Brüssel zu verringern. Ein allfälliger Bankrott Argentiniens wird als gar nicht so gravierend entfunden, da die USA und Europa weniger Einfluss als früher ausüben können.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Russen waren schon im Falkland-Krieg auf der Seite Argentiniens. Ich sehe dieser Annäherung mit gemischten Gefühlen entgegen.
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    2. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @A. Planta: Argentinien hatte schon sehr enge Wirtschaftsbez. mit der Sovietunion in den 60er u. 70er Jahren.
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  • Kommentar von Hans Ochsner, Thalwil
    Das Lächeln dieser Figuren wird den Russen und Argentiniern egal sein. Frage ist einzig wie es den Leuten in diesen Ländern geht. Und da kann man nur sagen: Vielen Russen seit immer noch schlecht, und vielen Argentiniern immer schlechter. Was ist nun besser? Und wie sieht die Zukunft aus? Unter Putin wird sich nicht viel ändern. Hingegen hat Kirchner alles dafür getan, dass es mit Argentinien weiter abwärts gehen wird. Eine Schande!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Aber die Verantwortung für eine erneute Staatspleite in Argentinien tragen Richter in Amerika!
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    2. Antwort von Hans Ochsner, Thalwil
      @E. Waeden: Die Verantwortung für eine allfällige erneute Staatspleite Argentiniens tragen wohl kaum Richter in den USA! Sie sind höchstens dafür verantwortlich, dass diese demnächst Realität werden könnte, und nicht erst in ein oder zwei Jahren. Die Verantwortung für die Staatspleite trägt einzig und alleine das Kirchner-Regime, welches mit einer völlig unrealistischen Wirtschafte- und Finanzpolitik nach dem Muster von Chavez das Land erneut in den Abgrund getrieben hat!
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