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International Putin: «Wir unterstützen Syrien weiter, wenn die USA angreifen»

Putin bekräftigt seine Position. Russland werde Syrien weiter unterstützen, sollten die USA und Frankreich angreifen, sagte der russische Präsident nach Abschluss des G-20-Gipfels in St.Petersburg. «Wir liefern ihnen Waffen und wir kooperieren wirtschaftlich», so Putin.

Legende: Video Putin will Syrien weiter Waffen liefern (engl.) abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.09.2013.

Kremlchef Wladimir Putin hat dem engen Partner Syrien weitere Unterstützung zugesichert. «Werden wir Syrien helfen? Wir werden», kündigte Putin zum Abschluss des G20-Gipfels in St. Petersburg vor Journalisten an.

«Auch jetzt helfen wir bereits: Wir liefern Waffen, arbeiten wirtschaftlich zusammen. Ich hoffe, wir werden auch im humanitären Bereich zusammenarbeiten, etwa indem wir denjenigen Menschen humanitäre Hilfe zukommen lassen, die in einer schwierigen Lage stecken, der Zivilbevölkerung», sagte Putin.

Russisches Kriegsschiffe unterwegs nach Syrien

Gleichzeitig schickte Russland am Freitag ein weiteres Kriegsschiff in Richtung Syrien. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Stab der russischen Kriegsmarine. Zusammen mit anderen Kriegsschiffen der russischen Flotte, die sich bereits in der Region aufhalten, sollten sie notfalls helfen, russische Bürger in Sicherheit zu bringen.

Moskau hat seine Marine-Präsenz vor der Küste Syriens schon seit Beginn des Bürgerkriegs vor zweieinhalb Jahren erhöht. Am Donnerstag hatten das Aufklärungsschiff «Priasowje» und zwei Landungsschiffe den Bosporus passiert und Kurs auf das östliche Mittelmeer genommen. Laut Interfax werden zudem zwei Zerstörer in die Region entsandt.

Internationale Börsen reagieren mit Minus

Spekulationen auf ein Eingreifen der Russen in den Syrien-Konflikt haben die internationalen Börsen ins Minus gedrückt. Dax, EuroStoxx50 und Dow Jones gaben ihre anfänglichen Gewinne ab und verloren zwischen 0,2 und 0,8
Prozent. Gleichzeitig rutschte der Dollar weiter ab. Ein Euro verteuerte sich auf 1,3182 Dollar von zuvor 1,3142 Dollar.

«Putin hat die Party gesprengt», sagte ein Händler. Zuvor hatten die etwas schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten Hoffnungen auf eine unveränderte Fortsetzung der Konjunkturhilfen durch die US-Notenbank Fed geweckt und damit den Aktienmärkten Auftrieb gegeben.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Hofer, Rosshäusern
    Bloss aus der Ferne betrachtet, scheint Putin auch für mich manch Unsinniges zu tun. Er wäre bestimmt nicht der "Wunschpräsident" für mein Vaterland. In dieser Angelegenheit erfreut mich seine ehrenvolle Standhaftigkeit umso mehr. Zu erklären ist dies, wie bereits von Assad mehrmals geäussert, wohl tatsächlich damit, dass Russland wie auch Syrien seine Erfahrungen im zermürbenden Kampf gegen US-finanzierte Terroristen gemacht hat.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Putin: «Wir unterstützen Syrien weiter, wenn die USA angreifen» - Ob er da allenfalls auch noch an Piloten aus Russland denkt, die Assad helfen den Luftschlag der Ami's abzuwehren ? MIG23 soll es ja in Syrien haben. - Möglich wäre es ja auch und es wäre effektiv nicht mal neu, so was ähnliches hatte es glaube ich damals bereits in Korea gegeben.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @H. Haller: Sie haben 40 MIG 29, welche heute noch gebaut werden, 32 MIG-25 und 146 MIG 23 (alles Jäger) 20 SU-24 und 22 SU-22 Jagdbomber. Die Flugabwehr ist ebenfalls ausserordentlich stark. Schon vergessen wie Sie das türk. Flugzeug vor der syrischen Küste mit einer Rakete runterholten? Quelle: WEB-Seite Syrische Armee)
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Herr Harald Girschweiler, 9500 Wil SG es ist denkbar, das die USAF diese Luftwaffe überrennen und neutralisieren könnte. Das Zeugs dazu hätten sie jedenfalls. Es könnte aber auch schief gehen und die USAF stehen dann ziemlich dämlich da. - Nur warum den überhaupt eingreifen? Was soll damit erreicht werden? Was kann überhaupt damit erreicht werden? Und wer ist hernach wieder der Böse? Wozu sollen Amerikaner ihr Leben in Syrien lassen müssen und letztlich damit nichts bewirken ausser Spot & Hohn?
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @H. Haller: Die USA haben sich dank Obama in etwas verrannt, wo sie nun ohne Gesichtsverlust kaum raus kommen. Syren ist lediglich interessant für Israel damit dort nicht ein premanenter Unruheherd entsteht. Genau dies passier jetzt aber und ich frage mich ob die USA sich dessen bewusst ist. Israel reagiert relativ ruhig ist aber nicht unbedingt glücklich über die Rhetorik aus Washington. Andererseits Syrien hat kaum Erdöl und auch keine wichtigen Pipelines welche es zu kontrollieren gilt.
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  • Kommentar von Max Hug, Luzern
    Gut für den Waffenlieferanten Schweiz. Vielleicht sollte ja gerade deshalb neuerdings der Waffenexport erleichtert werden. Er würden so scheint's viel Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden. Sonst gehe es mit unserer Wirtschaft bergab.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Max Hug: Anstelle mit Ihren, so nehme ich an, sarkastische Bemerkungen bezüglich Schweizer Waffenlieferungen zu hausieren, wäre es langsam Zeit sich zu überlegen ob die Initiative der GSOA und der Wiederstand für die Beschaffung eines tauglichen Flugzeugs für unsere Luftwaffe, nicht bald vom Tisch sei.
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