Putins Erzfeind Nummer eins ist tot

Doku Umarow war der von Russland meist gesuchte Terrorist. Nun ist der Islamistenführer des Nordkaukasus offenbar tot. Zuletzt hatte der Untergrundkämpfer mit dem Aufruf zu Anschlägen auf Olympia für Aufruhr gesorgt.

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Bildlegende: Doku Umarow galt als der «russische Bin Laden». Keystone

Er galt als Todfeind des Kreml im eigenen Land und wurde schon mehrfach für tot erklärt: Der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow. Zum ersten Mal meldeten nun aber seine Sympathisanten: «Die Führung der Kaukasus-Emirats gibt offiziell den Märtyrertod von Emir Doku Abu Usman bekannt».

Die Meldung wurde auf einer Islamisten-Website unter Berufung von Umarows Kampfnamen verkündet. Die Umstände seines Tods sind unklar. Russland bestätigte Umarows Tod nicht.

Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hatte bereits im Januar Umarows Tod verkündet. «Wir sind zu 99,9 Prozent sicher», erklärte Kadyrow damals.

Verantwortlich für mehrere Anschläge in Russland

Umarow galt als Chef des selbst proklamierten sogenannten Emirats des Kaukasus. Die Gruppe kämpft für eine islamistische Herrschaft im gesamten Kaukasusgebiet.

Der Rebellenführer war der meistgesuchte Islamist in Russland und bekannte sich zu zahlreichen Gewalttaten im ganzen Land. Zuletzt hatte er zu Anschlägen auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi aufgerufen.