Gerichtsverhandlung in Türkei Putschisten stehen vor Gericht

Sieben Monate nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei hat der Prozess gegen 47 Angeklagte begonnen.

Soldaten bringen die Angeklagten zum Gerichtssaal. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Den Angeklagten droht bei einem Schuldspruch eine sechs mal lebenslange Haftstrafe. Reuters

  • 47 Angeklagte müssen sich ab heute wegen der angeblich versuchten Ermordung von Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Putschnacht vom 15. Juli 2016 verantworten, sowie auch wegen Verstosses gegen die Verfassung.
  • Bei den Angeklagten handelt es sich um 37 Soldaten und 10 zivile Hintermänner – unter ihnen ist der Prediger Fethullah Gülen.
  • 44 der Angeklagten sind in Untersuchungshaft. Drei weiteren Angeklagten wird in Abwesenheit der Prozess gemacht.
  • Für jeden einzelnen der Beschuldigten fordert die Staatsanwaltschaft sechs mal lebenslange Haft.
  • Im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach dem Putschversuch sind 227 weitere Richter und Staatsanwälte entlassen worden. Insgesamt beträgt die Zahl der vom Dienst entlassenen Richter und Staatsanwälte damit 3886.