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Polizei-Gewalt: Erneut Afroamerikaner erschossen
Aus 10 vor 10 vom 07.07.2016.
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International Rassistische US-Polizisten: Obama hat sich konsterniert gezeigt

Binnen 48 Stunden sind zwei Afroamerikaner in den USA durch Polizeikugeln gestorben. Waren sie gefährlich, und wenn ja, warum? Das seien Fragen, die alle angingen, strich der Präsident heraus – bevor die Debatte in Dallas eskalierte.

Die neuerliche Erschiessung von zwei Schwarzen durch die Polizei hat in den gesamten Vereinigten Staaten grosse Empörung ausgelöst.

Das ist nicht nur ein Thema der Schwarzen
Autor: Barack ObamaUS-Präsident
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Neue Fälle von Polizeigewalt in den USA
04:43 min, aus Echo der Zeit vom 07.07.2016.
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US-Präsident Barack Obama forderte unter anderem schnelle Reformen bei der Polizei. «Das ist nicht nur ein Thema der Schwarzen», sagte Obama in der Nacht. «Das ist ein amerikanisches Thema, um das wir alle uns kümmern sollten», forderte er nach seiner Ankunft zum NATO-Gipfel in Warschau.

Die USA hätten «Tragödien wie diese zu oft» erlebt. Alle Amerikaner hätten Grund, beunruhigt zu sein. Viele Bürger erlebten, dass sie wegen ihre Hautfarbe anders behandelt würden als weisse Amerikaner. Die Vorfälle seien symptomatisch für bestehende Ungleichheiten in der Strafjustiz.

Mitgefühl mit Angehörigen

Die Veränderungen im Polizeiapparat seien zu langsam vorangekommen, kritisierte der US-Präsident. Obama verwies darauf, dass das Weisse Haus in diesem Zusammenhang bereits im vergangenen Jahr eine Reihe von Reformen empfohlen habe. Diese sollten nun endlich landesweit umgesetzt werden.

«Wenn etwas Gutes aus diesen Tragödien erwächst, ist es meine Hoffnung, dass Gemeinden im ganzen Land sich das anschauen und sagen: 'Wie können wir diese Empfehlungen umsetzen'», fügte Obama hinzu. Den Angehörigen der beiden getöteten Afroamerikaner sprach er sein Mitgefühl aus.

Der Wandel passiert zu langsam. Wir müssen dem mehr Dringlichkeit verleihen
Autor: Barack ObamaUS-Präsident

Emotional zitierte Obama mehrere Statistiken, die die Benachteiligung von Afroamerikanern im US-Alltag belegen. «Menschen guten Willens können das besser», sagte Obama. «Der Wandel passiert zu langsam. Wir müssen dem mehr Dringlichkeit verleihen.»

Der sichtbar berührte Präsident beschwor die Amerikaner, nach dem Geschehenen nicht in routinierte Reaktionsmuster zu verfallen, sondern innezuhalten.

Keine isolierten Ereignisse

Dies seien keine isolierten Ereignisses, sondern Symptome grösserer Herausforderungen für das Justizsystem, ethnische Ungleichheiten, und einem daraus entstehenden Misstrauen zwischen den Sicherheitsbehörden und den Kommunen, hatte der US-Präsident in einem langen Facebook-Beitrag zuvor geschrieben. «Als Nation können und müssen wir besser darin werden, das Beste dafür zu tun, das Aufkommen oder die Existenz ethnischer Voreingenommenheit in der Strafverfolgung zu reduzieren», fügte Obama hinzu.

Die Polizei erklärte zum Tod des 32-jährigen Philando Castile auf einer Pressekonferenz, es habe seit 30 Jahren im Department von Falcon Heights (US-Bundesstaat Minnesota) keine tödlichen Schüsse mehr gegeben. Der Polizeichef zeigte sich erschüttert und sagte, man werde den Fall so umfassend wie möglich aufklären.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Cherubina Müller  (Republic of Lakotah)
    Der Leistungsausweis Obamas in Bezug auf "race relations" ist ein Desaster, The Washington Post: Are race relations really worse under President Obama?