Rebellen schiessen in Zentralafrika auf die Bevölkerung

Dem Einsatz des französischen Militärs zum Trotz: Die blutige Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik geht weiter. Am Wochenende haben muslimische Seleka-Rebellen das Feuer auf die Bevölkerung eröffnet.

Zwei Menschen rennen über eine Holzbrücke, dahinter bewaffnete Soldaten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Zentralafrikanischen Republik sind allein 400'000 Menschen auf der Flucht. Keystone

Bei den Schiessereien in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui kamen mindestens drei Zivilisten ums Leben. Kurz darauf hätten französische Soldaten die Verfolgung der Rebellen aufgenommen und vier von ihnen getötet.

In verschiedenen Stadtteilen kam es zu Gewaltausbrüchen. Bürger bewarfen Seleka-Kämpfer, die in einem Fahrzeug unterwegs waren, mit Steinen. Die Rebellen begannen daraufhin zu schiessen und töteten drei Menschen, hiess es. Die Bevölkerung flüchtete in Panik.

Seit einem Putsch im vergangenen März versinkt das bitterarme Land im Chaos. Immer wieder kommt es zu Gefechten zwischen muslimischen Seleka-Rebellen und christlichen Anhängern des gestürzten Präsidenten François Bozizé, die sich zu Bürgermilizen zusammengeschlossen haben.

Seit vergangenem Freitag ist Frankreich mit Truppen in der Ex-Kolonie im Einsatz, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Französische Soldaten in Zentralafrika

    Aus Tagesschau vom 7.12.2013

    Durch die Präsenz von 1600 französischen Soldaten hat sich die Lage in Zentralafrika etwas beruhigt. Seit Wochen liefern sich muslimische und christliche Milizen blutige Auseinandersetzungen. In den vergangenen zwei Tagen sind allein in der Hauptstadt Bagui mehr als 280 Menschen getötet worden.