Darum geht es: Tech-Milliardär Elon Musk hat die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen KI-Entwickler xAI zusammengelegt. Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen, wie Musk ankündigte. Er schätze, dass in zwei bis drei Jahren dies der günstigste Weg sein werde, um Rechenleistung für künstliche Intelligenz zu generieren, schrieb er in einem Blogeintrag. Mit dem Zusammenschluss entsteht das grösste Unternehmen weltweit, das nicht an der Börse geführt wird.
Darum legt Musk die Firmen zusammen: Der Deal wird es Musk ermöglichen, die KI-Firma mit Milliarden aus den Kassen von SpaceX zu versorgen. Für sein Vorhaben im All brauche Musk Geld, sagt Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler. Beim Zusammenschluss würde das Raketenunternehmen SpaceX 250 Milliarden Dollar für die KI-Firma bezahlen. Bestätigt sei dies jedoch noch nicht. «Doch selbst diese Summe wird für das Vorhaben längerfristig kaum ausreichen», sagt Theiler.
Kommt es zu einem Börsengang? Experten sehen in dem neuen Firmenkonstrukt die Grundlage für einen späteren Börsengang. «Allerdings müsste Elon Musk sich dann an Vorschriften halten. Für die Transaktion galten keine Börsenvorschriften, weil die Unternehmen nicht kotiert sind», so die Wirtschaftsredaktorin. Das sei ein Grund, warum Elon Musk die Transaktion schnell und unbürokratisch abwickeln könne.
So konkret sind die Pläne: Dass Rechenzentren künftig im All gebaut werden, sei erst eine Idee, sagt Lucia Theiler. «Es braucht auch Tonnen Material, die für den Bau dieser Zentren ins All gebracht werden sollen. Elon Musk stellt sich vor, dass die Rakete Starship hier eine zentrale Rolle spielen wird.» Die Rakete soll stündlich mit 200 Tonnen Material starten. Allerdings hat Starship bisher erst Testflüge gemacht, die nicht alle erfolgreich waren. Der Strom für das Vorhaben soll von Sonnenenergie kommen.
Dafür sind die Rechenzentren vorgesehen: Die Zentren würden vor allem für KI-Anwendungen dienen, so Theiler. «KI verschlingt Milliarden, weil sie ständig entwickelt, trainiert und dann auch mit Strom betrieben werden muss.» Auch für andere grosse Firmen sei dies teuer. «Google, Open AI, der Facebook-Konzern Met und das Tech-Unternehmen Anthropic tun sich zusammen, um die Hunderte Milliarden Dollar zu stemmen.» Welche Vorteile Elon Musk mit seinem Gemeinschaftsunternehmen im All hat, sei für Experten allerdings noch fraglich.