Regierungskoalition in Norwegen steht

Norwegen soll künftig von einer rechts-konservativen Koalition regiert werden. Die Partei der designierten Ministerpräsidentin Erna Solberg und die populistische Fortschrittspartei haben die letzten Hürden für ein gemeinsames Bündnis aus dem Weg geräumt.

Konservative und Rechtspopulisten bilden in Norwegen eine Minderheitsregierung. Ihnen war es zwar nicht gelungen, weitere Partner ins Boot zu holen. Sie sicherten sich aber die Unterstützung der Liberalen und der Christdemokraten. Das Land dürfte damit eine verhältnismässig stabile Regierung bekommen.

Das norwegische Parlament war im vergangenen September neu gewählt worden. Erna Solbergs Höyre-Partei und die fremdenfeindliche Fortschrittspartei von Siv Jensen bilden darin den stärksten Block.

Erna Solberg, rechts, und Siv Jensen nebeneinander an einem Rednerpult. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die designierte Ministerpräsidentin Erna Solberg (rechts) und die Vorsitzende der Fortschrittspartei, Siv Jensen. Keystone

«Eiserne Erna» statt Jens Stoltenberg

Solberg, die den Spitznamen «eiserne Erna» trägt, löst den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg ab. Dessen Partei bleibt zwar stärkste einzelne Kraft, kann aber die bisherige rot-rot-grüne Koalition nicht fortsetzen.

Solberg warb im Wahlkampf damit, Staatsfirmen zu privatisieren und in dem Hochsteuerland die Abgaben zu reduzieren. Vorgeschlagen hatte sie unter anderem, Anteile am Ölkonzern Statoil und der Telekomgruppe Telenor zu veräussern.