Republikaner soll Chef des FBI werden

Er ist Republikaner und gilt als unabhängiger Geist: James Comey soll nach dem Willen von Präsident Barack Obama Chef der US-Bundespolizei FBI werden.

Präsident Obama (rechts) mit FBI-Kandidat Comey Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Er soll neuer FBI-Chef werden: James Comey mit US-Präsident Obama. Reuters

Obama nominierte den 52jährigen als Nachfolger von Robert Mueller, der im September ausscheidet. Mueller hatte das FBI zwölf Jahre lang geleitet. Der Senat muss Comeys Berufung noch zustimmen.

«Die Ernennung Comeys kommt für den Präsidenten gerade zur rechten Zeit, auch wenn sie schon länger geplant war», erklärt SRF-Korrespondent Beat P. Soltermann. Denn Comey hatte 2004 als Vize-Justizminister unter George W. Bush verhindert, dass Lausch-Angriffe zur Terrorabwehr ohne richterliche Beschlüsse verlängert werden können.

Kritische Fragen im Senat

«In der Senatsanhörung wird sich Comey auf kritische Fragen einstellen müssen», erklärt SRF-Korrespondent Beat P. Soltermann. Etwa: Welche Programme der Bush-Zeit hat Comey unterstützt?

Der Kandidat wisse, dass es in Krisenzeiten nicht nur darauf ankommt, möglichst viele Verbrecher zu verurteilen und möglichst viele Terrorkomplotte zu vereiteln, sagte Obama, als er seinen Kandidaten für den FBI-Chefposten vorstellte.

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) in Washington wurde 1908 gegründet. Mit seiner Zuständigkeit für Vergehen gegen Bundesgesetze ist es dem Justizministerium unterstellt. Unter den mehr als 35'000 Mitarbeitern sind fast 14'000 Ermittler (Special Agents).