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International Rom startet Mission «Sicheres Meer»

Nach den jüngsten Flüchtlingsdramen vor Lampedusa hat Italien die angekündigte stärkere Überwachung im Mittelmeer begonnen. Die Marine startete ihren humanitären Einsatz mit mehreren Schiffen.

Italien hat die Mission «Sicheres Meer» anlaufen lassen. Mit ihr sollen unter anderem in Not geratene Flüchtlinge im Mittelmeer schneller gerettet werden. Die Marine startete ihren humanitären Einsatz mit einem Patrouillenboot, einer Fregatte und einer Korvette.

Regierungschef Enrico Letta hatte angekündigt, der Einsatz von Marine und Luftwaffe in der Strasse von Sizilien zu verdreifachen. Zuvor hatte er seinen maltesischen Amtskollegen Joseph Muscat über Italiens Hilfsmission informiert.

Letzte Details der Mission wird Letta am Montagnachmittag in Rom mit seinen Ministern für Verteidigung, Aussen- und Innenpolitik festlegen.

Derweil legte ein weiteres Boot mit 137 Tunesiern, darunter 22 Frauen, in Lampedusa an. Die Zahl der geborgenen Toten der Schiffstragödie, die sich vor
anderthalb Wochen vor Lampedusa ereignet hatte, stieg auf 364. Nur 155 Flüchtlinge hatten den Schiffbruch überlebt.

Libyen als Durchgangsland

Bei dem jüngsten Schiffsunglück zwischen Malta und Lampedusa waren am Freitag dann mindestens 35 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen. Einige Überlebende hatten berichtet, kurz nach ihrer Abfahrt von der libyschen Küste aus beschossen worden zu sein.

Flüchtlinge vor der Überfahrt von Libyens Küsten aus zu stoppen, sei unmöglich, sagte der libysche Ministerpräsident Ali Seidan der Zeitung «La Repubblica». Libyen sei lediglich ein Durchgangsland, das Problem könne wohl allein durch eine Politik Europas gelöst werden, die sich auf die Herkunftsländer der vielen Flüchtlinge konzentriere.

2 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Und EU-Parlamentspräsident M. Schulz meint dazu: "Europa müsse „anerkennen, dass es ein Einwanderungskontinent ist“, sagte Schulz Spiegel Online" Martin Schulz und seine unbeholfenen Sprechblasen hin oder her! Es handelt sich hier allerdings um einen Einwanderungskontinent, der noch nicht mal mehr mit genügend Arbeitsplätzen für die bereits anwesenden Bewohner aufwarten kann.
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  • Kommentar von Urs Gehrig, F - Montpellier
    Angesichts dieser Dramen hat merkwürdiger Weise kein rechtspopulistischer Angeber etwas gegen "Linke" und "Gutmenschen" zu sagen.
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