Zum Inhalt springen

International Rousseff verliert weiteren Koalitionspartner

Brasiliens Präsidentin verliert zunehmend an Rückhalt. Die rechtskonservative Fortschrittspartei kündigte die Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratin auf.

Brasiliens Präsidentin Rouseff an einer Pressekonferenz im März.
Legende: Ein weiterer Koalitionspartner steigt aus Dilma Rousseffs Regierung aus. Keystone

Die konservative Fortschrittspartei in Brasilien verlässt die Regierungskoalition der sozialdemokratischen Präsidentin Dilma Rousseff. Ihre Minister der Partei zögen sich aus dem Kabinett zurück, teilte die Gruppierung mit.

Eine Mehrheit der Fortschrittspartei unterstütze die Forderung, dass Präsidentin Rousseff des Amtes enthoben werde, sagte ein Parteivertreter.

Im letzten Monat hatte sich bereits die Mitte-Partei PMDB aus der Regierung zurückgezogen. Am Montag hatte eine Kommission des Parlaments entschieden, ein Verfahren zur Amtsenthebung Rousseffs einzuleiten. Der Präsidentin wird vorgeworfen, sie habe vor den letzten Wahlen die Staatsrechnung manipuliert.

Vorwurf des Verrats an Vizepräsidenten

Erst am Montag hatte Rousseff ihrem Vizepräsidenten Michel Temer Verrat vorgeworfen. Er und der Vorsitzende des Parlaments, Eduardo Cunha, steckten hinter einem Komplott, um sie entmachten, sagte Rousseff in einer Rede vor Studenten. Zuvor war eine Tonaufnahme publik geworden, in dem Temer eine Ansprache an die Nation probt, als ob die Absetzung Rousseffs bereits erfolgt wäre. Temer gestand ein, die Aufnahme sei authentisch.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Rousseffs umstrittenste Reform ist die Landreform, die es Bauern einfacher macht, ein selbständiges Leben auf eigenem Grund und Boden zu ermöglichen. Bisher waren die Bauern in einer Art Sklavenverhältnis zu den wenigen reichen Grossgrundbesitzern. Diese Landreform wird die Opposition nach dem Sturz der heutigen Regierung zuerst angehen. Bis zum heutigen Tag konnte Dilma Rousseff, trotz grosser Anstrengungen diverser Geheimdienste, keine Korruption nachgewiesen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fadri Pitsch (FP)
    Rousseff ist in Bulgarien geboren. Sie lebt wohl immmer noch in Gedanken dort und hat nicht begriffen, dass Bulagrien seit 1989 nicht mehr von Diktatoren regiert wird. Rousseff Härte gegen die Mehrheit in Brasilien, die leiden ist hoffentlich bald zu Ende. Sie regiert mit dem Stahlbesen. Ihre Augen und Gesicht sprechen eine deutliche Sprache. Dass Sie mit Seppli Blatter und anderen Machtbesessen Egomanen es gut konnte, ist klar.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen