Trumps Grundsatzrede zum Islam Rückblende: Obamas historische Rede in Kairo

Mit seiner Grundsatzrede zum Islam tritt Donald Trump in die Fussstapfen seines Vorgänger Barack Obama.

Video «Archiv: Obama spricht zur islamischen Welt («10vor10» vom 4.6.2009)» abspielen

Aus dem Archiv: Obamas Rede zum Islam in Kairo (4.6.2009)

2:01 min, vom 21.5.2017

Am 4. Juni 2009 versprach US-Präsident Barack Obama in einer Grundsatzrede an die islamische Welt einen «neuen Anfang». Er sprach sich für ein Ende von Misstrauen und Zwietracht zwischen dem Westen und der islamischen Welt aus.

Damit distanzierte sich Obama klar von der konfrontativen Politik seines Vorgängers George W. Bush.

«  Amerika und der Islam schliessen sich nicht aus und brauchen nicht miteinander zu konkurrieren. »

Barack Obama
Am 4. Juni 2009 in Kairo

Palästinenser während der TV-Übertragung von Obamas Rede. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ob viel vom versprochenen Neustart zwischen dem Westen und dem Islam übrig blieb, ist heute zumindest umstritten. Reuters

Obama beschwor seinerzeit den Willen zur Versöhnung nach den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie schwerer Menschenrechtsverletzungen in US-Gefängnissen und -Lagern.

Obama sagte, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001 vom «engstirnigen Hass einer kleinen Gruppe» ausgingen und nichts mit dem tiefen Glauben einer Milliarde Menschen gemein hätten.

Trumps Grundsatzrede zum Islam

Acht Jahre später will Donald Trump in der saudischen Hauptstadt Riad seine Vision von einem weltweit friedvollen Islam skizzieren.

Trumps Rede wird nach US-Medienberichten auch als Antwort auf die vielbeachtete Ansprache seines Vorgängers gesehen.