Zum Inhalt springen

Header

Russische Soldaten stürmen ein Schiff der Umweltorganisation Greenpeace
Legende: Russische Küstenwache verhaftet Anhänger der Umweltorganisation Greenpeace. Reuters
Inhalt

International Russische Küstenwache stürmt Greenpeace-Schiff

Russische Behörden haben ein Greenpeace-Schiff in der Arktis geentert. Auch ein Schweizer ist festgenommen worden. Die Umweltorganisation hatte mit der «Arctic Sunrise» gegen Ölbohrungen in der Region protestiert.

Etwa 15 Sicherheitskräfte hielten die Besatzung in der Kombüse mit Maschinenpistolen in Schach, wie Greenpeace mitteilte. Niemand der 27 Crewmitglieder und Aktivisten, darunter vier Russen, sei verletzt.

Notruf der «Arctic Sunrise»

Nach der Erstürmung des Schiffes haben die Behörden die «Arctic Sunrise» in die Hafenstadt Murmansk geschleppt. Dort werde der Fall an die Ermittlungsbehörde übergeben, teilte der für den Grenzschutz zuständige Inlandsgeheimdienst FSB der Agentur Interfax mit. Der Kapitän habe sich geweigert, das Protokoll über die Durchsuchung des Schiffs zu unterschreiben. In Murmansk werde das Schiff mit 27 Besatzungsmitgliedern an Bord frühestens an diesem Montag erwartet.

Video
Russische Küstenwache entert Boot von Greenpeace.
Aus Tagesschau vom 20.09.2013.
abspielen

Greenpeace-Aktivist Roman Dolgow sagte, im Raum stünde eine Anklage wegen Terrorismus. Dieser Vorwurf sei «absurd». Die Crew werde von Bewaffneten bewacht.
«Wir wissen derzeit nicht, was genau an Bord passiert», sagte Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven der Nachrichtenagentur dpa.

«Unsere Kollegen werden gegen ihren Willen in internationalem Gewässer von der Küstenwache festgehalten. Das ist willkürliche Gewalt», sagte er.

Ein Besatzungsmitglied von Greenpeace twitterte während der Erstürmung, dass sich «Bewaffnete von einem Helikopter des Inlandsgeheimdienstes abseilen»...«Es ist ziemlich beängstigend. Laute Schläge. Russische Schreie. Sie versuchen noch immer, die Tür einzutreten», lautete ein Eintrag.

Warnschüsse am Vortag

Aktivisten hatten am Vortag von der unter niederländischer Flagge fahrenden «Arctic Sunrise» aus versucht, die Ölplattform «Priraslomnaja» des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee zu besetzen.

Dabei waren eine Finnin und ein Schweizer festgenommen worden. Grenzsoldaten gaben zudem elf Warnschüsse ab und forderten die «Arctic Sunrise» zur Umkehr auf.

Die «Arctic Sunrise», die unter niederländischer Flagge fährt, hatte in der Petschorasee gegen geplante Ölbohrungen des russischen Staatskonzerns Gazprom protestiert. Greenpeace wirft Russland vor, das ökologisch sensible Gebiet mit den Bohrungen nach Erdöl zu gefährden.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob , Moeriken
    Woher denn nimmt Greenpeace eigentlich die Legitimation, sich in staatliche Angelegenheiten einzumischen? Diese Leute wurden weder demoktratisch von irgendwem gewählt, noch zahlen sie irgendwo Steuern, und niemand weiss wirkllich, wer hinter dem ganzen Haufen politisch steckt. Ich weiss, das tönt krass, aber es entspricht den Tatsachen. Wieso sagt Greenpeace z.B. den Tanz-Protestierern in der Schweiz nicht, sie sollen zuhause bleiben, weil sie doch auch nur Unrat, Dreck+Zerstörung hinterlassen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Haener , Büsserach
    Nach der ersten Halbzeit führt Spartak Kremel erwartungsgemäss mit 1:0, der krasse Aussenseiter FC Greenpeace hatte nur wenige Möglichkeiten, das Spiel war bis anhin eine sehr einseitige Angelegenheit. Im Pausen Interview sagte der Trainer des FC Kremel, ''wir müssen weiterhin mit den grössten Kanonen auf Spatzen schiessen, sonst wird nie aller Tage Abend.'' Vor dem Spiel ist nach dem Spiel, doch nach wie vor kein Grund für den FC Greenpeace sich Sand in den Kopf zu stecken. Commercial Break...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M Jaeger , Wildwil
    Woher haben diese Öko Terroristen ihren Schiffs Diesel um ihre Besetzungsversuche durchzuführen? Vielleicht von Max Havelaar? Der liefert doch nur Bananen.... Spass beiseite: wenn jemand einen Besetzungsversuch abwehrt ist das doch nur legitim. Oder möchte jemand von uns diese Green"peace" Leute am Arbeitsplatz?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen