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International Russische Militärmaschine kommt US-Flugzeug gefährlich nah

Ein russisches Flugzeug hat eine US-Militärmaschine erneut gefährlich nah überflogen – über internationalen Gewässern. Das teilt das Pentagon mit. Russland weist die Anschuldigungen zurück. Das Manöver sei nicht gefährlich gewesen.

Zwei russische Militärflugzeuge
Legende: «Wer Frieden möchte, sollte Russland nicht zu diesen Handlungen provozieren», heisst es aus Moskau zum Vorfall. Reuters

Es geschah im internationalen Luftraum über der Ostsee: Am Freitag hat ein russisches Flugzeug laut Angaben des Pentagon eine US-Militärmaschine gefährlich nah überflogen. Der russische Jet vom Typ SY-27 habe sich «in unsicherer und unprofessioneller Weise» auf weniger als zehn Meter genähert. Laut einer Sprecherin des Pentagon handelte es sich um ein sogenanntes Überroll-Manöver.

Russland wies die Anschuldigungen zurück. Admiral Waldimir Komojedow, Chef des Verteidigungsausschusses, sagte: «Das war kein gefährliches Manöver.» Zudem stellte er die Frage, aus welchem Grund das US-Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing RC-135 über der Ostsee unterwegs war. Die Anwesenheit von US-Schiffen und Flugzeugen unweit der russischen Grenze sei auffällig. «Wer Frieden möchte, sollte Russland nicht zu diesen Handlungen provozieren», so Komojedow.

Nicht der erste Zwischenfall

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nach einem ähnlichen Zwischenfall mit einem russischen Flugzeug und dem Kriegsschiff USS Donald Cook in der gleichen Gegend. Nach Angaben des Pentagon gab es zuletzt wiederholt Zwischenfälle mit russischen Militärflugzeugen, die Anlass für ernste Sicherheitsbedenken böten. «Wir sind sehr besorgt über dieses Verhalten», hiess es.

Das US-Flugzeug habe zu keinem Zeitpunkt russischen Luftraum verletzt. Ein solcher Zwischenfall könne ernsthaften Schaden nach sich ziehen. Noch schwerwiegender sei aber, dass das unprofessionelle Verhalten eines einzelnen Piloten unnötigerweise Spannungen zwischen Ländern vergrössern könne.

52 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    @Chauvet. Das Versprechen, die Nato wird sich nicht nur nicht auf das Gebiet der (damaligen) DDR, sondern ganz generell nicht weiter nach Osten ausbreiten gaben die Herren Genscher, damals D Aussenminister, und Baker, damals US-Aussenminister, anlässlich der 2+4 Verhandlungen am 2.Februar 1990 in Washington öffentlich vor der Presse bekannt. Sie können das heute heute im Internet ansehen und -hören. Googeln Sie "Nato Osterweiterung Versprechen Youtube"!
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die westlichen Bündnisse NATO und EU sind in sich zerrissen. Das Mantra vom neuen Zusammenhalt bewegt sich zwischen Wunschdenken und Verlogenheit. Widersprüche, Intrigen und Krisen bestimmen die gegenwärtige Situation. Hauptspalter sind die USA. Die Osteuropa-/Russlandpolitik steht dafür als ein grandioses Beispiel regionalen Versagens. Deutschland und Polen gehören zu den Akteuren und Betroffenen. Die Ukraine und die baltischen Staaten sind Manövriermasse westlicher Geopolitik.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Wie Frau Gabriele Krone-Schmalz sich ausdrückte: "Es macht Hoffnung, dass die öffentliche die veröffentlichte Meinung nicht übereinander gehen - und dass immer mehr sich wehren..." Die "Angaben des Pentagon" sind ja wohl nicht sakrosankt - und könnten genauso gelogen sein wie viele deren Äusserungen in der Vergangenheit.
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