Russland: Mit Kriegsschiffen in die Arktis

Moskau setzt seine Politik der Stärke fort. Aktuell im Fokus: die Arktis. Mehrere Schiffe der Kriegsmarine wurden entsandt. Offiziell sollen sie die Nordflanke Russlands kontrollieren – es könnte jedoch mehr dahinter stecken.

Russisches Kriegsschifft während dem Abfeuern einer Rakete. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Russland sendet mehrere Kriegsschiffe in die Arktis. Eine weitere Machtdemonstration Putins. (Archivbild) Keystone

Die russische Kriegsmarine zeigt erneut Präsenz in der Arktis. Ein Schiffsverband habe seinen Heimathafen Seweromorsk verlassen und sei in die Barentssee eingelaufen, sagte ein Sprecher der Nordflotte.

Ein Ziel der Fahrt sei, die Nordflanke Russlands zu kontrollieren. Zudem sollen einige Schiffe bei den Neusibirischen Inseln vor Anker gehen. Geplant seien auch militärische Übungen.

Ein russischer Ölbohrer in der Arktis Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ölbohrungen sind wohl einer der Hauptanreize für die russische Besatzung der Arktis. Keystone

Aufteilung der Arktis nicht geklärt

Moskau hatte vor kurzem seinen Anspruch auf einen Teil der Arktis mit einem Antrag bei den Vereinten Nationen untermauert.

In der Region liegen riesige Öl- und Gasreserven. Russland behauptet, sein Festlandsockel am Meeresboden reiche so weit, dass Moskau den Nordpol beanspruchen dürfe.

Die Aufteilung der Arktis, die wegen der schmelzenden Eismassen zunehmend leichter zugänglich wird, ist unzureichend geklärt. Auch die Anrainerstaaten Dänemark, Kanada, Norwegen und die USA melden Ansprüche an.