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International Russland plant zweiten Hilfskonvoi für Ukraine

Die humanitäre Lage in der Ostukraine wird zunehmend schlimmer. Das ist ein Grund für Russland, noch diese Woche einen weiteren Hilfskonvoi auf den Weg zu bringen. Eine Vereinbarung zu dem Vorhaben gibt es jedoch noch nicht.

Legende: Video «Russlands Provokationen an die Ukraine gehen weiter» abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.08.2014.

Trotz massiver internationaler Kritik an russischen Hilfslieferungen für die Ostukraine plant die Regierung in Moskau einen zweiten Konvoi.

Die Ukraine sei darüber informiert worden, sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau. «Die humanitäre Lage verbessert sich nicht, sondern wird schlimmer», sagte er. Eine Vereinbarung über die Hilfslieferung soll demnach in den kommenden Tagen getroffen werden.

Die Lastwagen sollen noch diese Woche auf derselben Route wie der erste Konvoi fahren, sagte Lawrow. Er rief die Ukraine und das Internationale Rote Kreuz auf, bei der Hilfsaktion mitzuarbeiten. Zudem sei Russland bereit, in jeder beliebigen Form zu einer Lösung der Ukraine-Krise beizutragen, betonte Lawrow.

Eigenmächtig Grenze überquert

In der vergangenen Woche waren russische Laster über die Grenze gefahren – ohne Zustimmung aus Kiew. Sie hatten nach Darstellung Russlands Hilfsgüter wie Wasser oder Babynahrung geladen. Die Aktion stiess auf Kritik in der Ukraine, im Westen und bei den Vereinten Nationen.

Die ukrainische Regierung hatte befürchtet, dass mit dem Konvoi neue Waffen an die prorussischen Separatisten geliefert werden sollten.

Die USA drohten Russland mit Konsequenzen, wenn die Lastwagen nicht umgehend das Land wieder verliessen. Nach Erkenntnissen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fuhren die letzten Lastwagen am Samstag wieder nach Russland zurück.

Kämpfe dauern an

Nach Angaben regierungsnaher Milizen sind derweil Dutzende Panzerwagen über die russische Grenze in den Südosten der Ukraine vorgedrungen. Die Kolonne bestehe aus rund 50 Fahrzeugen, sagte ein ukrainischer Milizkommandant.

Der Konvoi habe die Grenze nahe der Stadt Nowoasowsk überquert. Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte kam es dort zu Gefechten mit Regierungstruppen. Grenzschützer hätten die Kolonne kurz vor der Stadt aufgehalten.

63 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    P. Oppliger: die Krim, das Début? Zum 2. Stellen Sie sich vor, das gleiche Szenario an den Grenzen der USA...Würde man da auch fordern, die USA sollen tatenlos zusehen und jegliche Einmischung als schwere Verletzung des Völkerrechts ahnden und nach Sanktionen rufen? Wie war doch das damals mit Chile? Mit dem Iran? Mit dem Irak? Usw. Wo blieben die Sanktionen gegen die USA? Sie hätten im Vergleich zu RU das Mehrfache an Sanktionen verdient... Es geht auch um Glaubwürdigkeit.
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    @ P. Opliger: die Krim das Début? Betrachten Sie, was mit der Krim geschah, unabhängig davon, was sonst in der Ukraine, an den Grenzen RU und wirtschaftspolitisch geschah (Regierungsputsch, Einmischung der USA, Osterweiterung der Nato, alternative Weltbank, ökonomische und militärische Interessen der USA, Annäherung EU-RU usw.)? Betrachten Sie den Anschluss der Krim an RU als militärischen Akt RU unabhängig der Umstände und der Vorgeschichte?
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  • Kommentar von marco meier, aarau
    P. Oppliger dann beantworten Sie doch folgende Fragen zu Flug MH017:Weshalb sind die Flightrecorder Daten geheim? Weshalb ist der Funkverkehr geheim? Warum keine Bergung der Frackteile, wie üblich, um Absturzursache zu bestimmen? Warum keine Experten des Herstellers(Boeing)+ NTSB(US Flugunfallbehörde)? Warum berichtet kanadischer OSZE-Mitarbeiter von Einschusslöchern im Cockpit?
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    1. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Meier:Sie vermissen Fakten zu dem Abschuss von MH 17,mir geht es ebenso.Ich weiss auch nicht wie lange es noch geht,bis wir mal irgendetwas mehr Klarheit darüber haben werden.Doch was ich diesbezüglich sagen möchte ist,die Frage um die es schlussendlich geht und um die wir ja hier im Forum hauptsächlich streiten ist, wer diesen Krieg ins Leben gerufen hat.So kann man nicht sagen wer dieses Flugzeug abgeschossen hat ist auch Schuld an diesem Krieg.Trotzdem Fakten zu MH17 sind enorm wichtig.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @M. Meier: Vermutlich & vielleicht, wäre schon lange öffentlich geworden, wer denn nun an diesem Unglück die Schuld trägt, wären es tatsächlich die Separatisten gewesen. Weshalb sollte DAS zurück gehalten werden, wo es doch ein gefundenes Fressen für die Gegner wäre? "Trau, schau, wem"! Wurde auch schon erwähnt.
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ P. Oppliger: wenn Klarheit über den Abschuss von MH17 fehlt, warum dann das Säbelrasseln gegen RU unmittelbar nach dem Ereignis? War doch unnötige Kriegshetze, wenn nicht sicher ist, was geschah, ist doch keine vernünftige, nachvollziehbare Reaktion. Man kann die Reaktion auch als weitere Provokation sehen gegenüber Russland (nach der Installation einer pro-US-Regierung, nach der Einmischung in politische und ökonomische Angelegenheiten der Ukraine usw. - alles Fakten!)
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    4. Antwort von N.Belg, Luzern
      Weil Kiew direkt oder indirekt die Schuld tragen muss. Und weil Westen dem Rücken stärkt, deswegen auch alles so still geworden.
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    5. Antwort von Peter Oppliger, Walenstadt
      @Bernoulli:Sie können sicher sein dass in der EU man über die Machenschaften von Russland deren Motivation und Glaubhaftigkeit in diesem Konflikt genau Bescheid weiss.Für die Frage der Haltung der EU gegenüber Russland zu diesem Konflikt ,spielt es keine Rolle wer dieses Flugzeug abgeschossen hat.Hingegen kennt man die Brisanz zu dieser Tragödie,ist man ja selber auch betroffen,und wäre sicherlich auch froh wenn die Schuldigen sich für diesen Abschuss noch verantworten müssen,egal wer es war.
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    6. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ P. Oppliger: Spielt keine Rolle, wer das Flugzeug abgeknallt hat? Also, wenn es die UA war - war es trotzdem Richtig, auf Putin zu zeigen, ihn dafür zu beschuldigen und sich auf die Seite der Ukraine zu schlagen? Wär das nicht etwas peinlich für die EU? Glaubwürdigkeit? Und ist es also auch egal, wie sich die UA im Bürgerkrieg verhält, dass Minister der Ukrainischen Regierung zur ethnischen Säuberung aufrufen usw.? Putin ist und bleibt der alleinige, hauptverantwortliche Schurke?
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