Sanders gibt nicht nach – er lässt Wahl in Kentucky überprüfen

Nach dem hauchdünnen Sieg Hillary Clintons bei der Vorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat Kentucky wird das Wahlergebnis überprüft. Clintons knapp unterlegener Gegenkandidat Bernie Sanders beantragte eine Prüfung der Briefwahlunterlagen sowie der Wahlautomaten.

Bernie Sanders, US-Präsidentschaftskandidat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sanders finanziert seinen Wahlkampfes grösstenteils mit Spenden von Privatpersonen aus der Mittelschicht. Keystone

Sanders kann den knappen Sieg Clintons im Bundesstaat Kentucky offenbar nicht akzeptieren. Er hatte bei der Abstimmung am 17. Mai mit weniger als einem halben Prozentpunkt und weniger als 2000 Stimmen Rückstand auf Clinton verloren.

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Er fordert nicht nur die Überprüfung der Wahlautomaten, auch die Briefwahlunterlagen sollen nochmals angeschaut werden. Das soll am Donnerstag geschehen. Das kündigte Wahlleiterin Alison Grimes an.

Wahlleiterin ist Clinton-Unterstützerin

Jüngste Äusserungen liessen Sanders Ärger über Grimes erkennen, die vor laufenden Fernsehkameras Clinton zur Siegerin erklärt hatte. Die Politikerin aus Kentucky zählt seit langem zu den Unterstützerinnen der ehemaligen Aussenministerin.

Sanders liegt auch im Clinch mit grossen Teilen der Parteiführung. Die Überprüfung der Stimmen in Kentucky bringt ihm im besten Falle einen einzigen weiteren Delegierten – sein Rückstand auf Clinton beträgt aber mehrere Hundert.

Ungeachtet einiger Zugeständnisse seitens der Partei hatte Sanders kürzlich angekündigt, der Nominierungsparteitag der Demokraten im Juli in Philadelphia könnte «chaotisch» werden.