Zum Inhalt springen

Header

Sarkozy
Legende: Ein Mann mit vielen Gesichtern? Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy unter Druck. Keystone/Archiv
Inhalt

International Sarkozy: Bestechungsversuch abgehört?

Der Druck auf Frankreichs Ex-Präsident nimmt zu. Er gerät in der Affäre um die mögliche Bestechung eines Staatsanwalts weiter in Bedrängnis. Die Veröffentlichung von Telefonmitschnitten soll die Vorwürfe untermauern.

Die Tageszeitung «Le Monde» publizierte Aufnahmen eines Gesprächs, das Sarkozy im Februar von einem unter falschem Namen laufenden Mobiltelefon aus geführt haben soll. Diese sollen belegen, dass er dem leitenden Staatsanwalt am Kassationsgerichtshof, Gilbert Azibert, als Gefälligkeit im Gegenzug für einen Geheimnisverrat einen Posten in Monaco beschaffen wollte.

Gegen Sarkozy läuft seit Anfang Juli ein Ermittlungsverfahren. Dem konservativen Politiker wird vorgeworfen, er habe sich zusammen mit seinem Anwalt Thierry Herzog illegal Informationen aus einem laufenden Gerichtsverfahren beschaffen wollen. Im Gegenzug soll Sarkozy versprochen haben, Azibert in Monaco unterzubringen, was letztlich nicht gelang.

Sarkozy bezeichnet Vorwürfe als «grotesk»

Gegen Herzog und Azibert wurden ebenfalls Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sarkozy, der eine Rückkehr in die Politik nicht ausschliesst, weist sämtliche Vorwürfe als «grotesk» zurück und wirft der sozialistischen Regierung von Präsident François Hollande eine politische Instrumentalisierung der Justiz vor.

In den von «Le Monde» veröffentlichten Aufnahmen soll Sarkozy mit Blick auf Azibert zu Herzog sagen: «Ich werde ihm helfen, ich werde ihn beim Aufstieg unterstützen.» Weiter wies er Herzog demnach an: «Rufe ihn heute an und sage ihm, dass ich mich darum kümmere, ich werde nach Monaco fahren und den Prinzen (Albert II.) treffen.»

In einem weiteren Mitschnitt gab Sarkozy nach Angaben der Zeitung Herzog den Auftrag, Azibert anzurufen und auszurichten, dass er mit dem Regierungschef von Monaco, Michel Roger, sprechen werde. Dann habe Sarkozy aber offenbar den Verdacht bekommen, dass er abgehört werden könnte, und seinen Einsatz für Azibert eingestellt.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von michael fischbacher , nidau
    Wenn illegale Aktionen mit illegalen Mitteln aufgedeckt werden können und dann an die Öffentlichkeit gelangen, einfach köstlich! "Was söu me da no säge?'" das ist der Zeitgeist!
    1. Antwort von r.klaus , gümligen
      Was ist schon illegal? gar nichts....es gibt auch gar nichts zu sagen....das ist überall so, macht, einfluss, geld gier, punkt.
  • Kommentar von Fanny Adams , Dübendorf
    Wenn Politiker abgehört werden ist das super. Ansonsten merken sie ja gar nie, wie störend das alles ist, was sie ihren Bürgern da antun oder antun lassen (von den USA).