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Nach dem Tod von Otto Warmbier Scharfe Kritik Trumps an Nordkorea

Legende: Video Empörung nach dem Tod von Warmbier abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.06.2017.

Nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier hagelt es Kritik am Regime in Pjöngjang:

  • US-Präsident Donald Trump verurteilte die Brutalität Nordkoreas und sagte, der Fall stärke die Entschlossenheit seiner Regierung solche Tragödien künftig zu verhindern.
  • Südkorea hat als Folge von Warmbiers Tod die Freilassung aller im Nachbarland Nordkorea festgehaltenen Landsleute und Amerikaner gefordert.
  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch spricht sich für härtere Sanktionen gegen Nordkorea aus – nicht wegen der Raketentests, sondern wegen der Menschenrechtslage.

Warmbier ist letzte Nacht in einem Krankenhaus in Cincinnati gestorben. Er war vor wenigen Tagen aus einer 17-monatigen Haft in Nordkorea entlassen worden. Die nordkoreanischen Behörden behaupten, er sei während der Haft erkrankt und dann ins Koma gefallen. Seine Familie geht davon aus, dass er misshandelt wurde. Warmbier war in Nordkorea zu einer 15-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er ein Propagandaschild gestohlen hatte.

Otto Warmbier
Legende: Otto Warmbier befand sich monatelang in Nordkorea in Haft. Keystone/Archiv

15 Monate im Koma

Der 22-Jährige hatte nach Darstellung von Ärzten während seiner Zeit in Nordkorea schwere Schädigungen am Gehirn erlitten und war im Wachkoma liegend in die USA zurückgebracht worden.

Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder Aufforderungen reagieren konnte. Die Eltern erfuhren eine Woche vor der Rückkehr, dass ihr Sohn seit fast 15 Monaten im Koma lag. Die Begründung der nordkoreanischen Seite, er sei an Botulismus erkrankt und nach Einnahme einer Schlaftablette nicht mehr aufgewacht, halten sie für nicht glaubwürdig.

Trump spricht Mitgefühl aus

Das Weisse Haus teilte mit, «die Vereinigten Staaten verurteilen aufs Neue die Brutalität des nordkoreanischen Regimes, während wir dessen jüngstes Opfer betrauern». US-Präsident Donald Trump sprach Warmbiers Eltern sein Mitgefühl aus. Die Reiseagentur, mit der Otto Warmbier ins Land gereist war, hat unterdessen Nordkorea-Besuche für US-Touristen aus dem Programm gestrichen.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
    Wo Guantanamo liegt, R. Alvares? Zweigeteilt auf Kuba. Der eine Teil gehört zum Staat, der sich immer noch als sozialistisch bezeichnet, und der andere gehört zu den USA, die dort einen immer noch wichtigen militärischen Stützpunkt unterhalten. Zur Erinnerung: Als Fidel Castro diesen Stützpunkt aushungern und ausdursten lassen wollte, war auch die kubanische Stadt Guantanamo betroffen. Wer die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgte, waren die "bösen" Amis. Das relativiert das Ganze.
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  • Kommentar von Rinaldo Alvares (Rino)
    Warmbier ist ein Bauernopfer. Das ist US-imperialistische Kriegspropaganda. Das Resultat werden tausende, toter Nordkoreaner sein. Wo liegt Guantanamo schon wieder?
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  • Kommentar von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
    Wenn es mit diesem Kim so weitergeht, wird bald einmal ein internationales Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, ja, vielleicht arbeiten verschiedene Geheimdienste bereits daran, diesen Unruhestifter zu beseitigen. Wie ich es schon einmal geschrieben habe, wird es mit Nordkorea erst dann wieder aufwärts gehen, wenn dieser nicht mehr an der Macht ist, wie auch immer er diese verliert. - An die Anti-USA-Verschwörer: Ja, es stimmt, es gibt im Norden Bodenschätze, aber auch China hätte sie gern.
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