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International Schlacht um syrische Metropole Aleppo dauert unvermindert an

Eine Offensive der islamistisch geführten Rebellen ist von Regierungstruppen teilweise zurückgeschlagen worden. Russland unterstützt die syrischen Soldaten massiv aus der Luft. Und immer noch sind bis zu 300'000 Menschen eingeschlossen.

Sprengung in der Stadt Aleppo.
Legende: Rebellen der Freien Syrischen Armee sprengen ein Gebäude, das die Regierungstruppen als Artillerie-Stellung benutzten. SRF EBU

Mit massiver russischer Luftunterstützung haben syrische Regierungstruppen die Rebellen im Kampf um Aleppo zurückgedrängt. Einige Dörfer und Hügel am Rand der Stadt seien wieder unter Kontrolle des Regimes und seiner Verbündeten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Der syrische Botschafter in Moskau, Riad Haddad, hat zuvor einen «mächtigen Schlag gegen Terroristen» in Aleppo nicht ausgeschlossen.

Mit dieser Rückeroberung machten die Regierungstruppen die Gebietsgewinne der Rebellen und den mit ihnen verbündeten dschihadistischen Kämpfern zunichte. Die Offensive der Rebellen hatte am Sonntag begonnen, um den Belagerungsring der Regierungstruppen zu durchbrechen. Ziel war die Einnahme des Bezirks Ramussa, um eine neue Versorgungsroute zu öffnen.

Entscheidende Schlacht um Aleppo

Die staatsnahe syrische Zeitung «Al-Watan» berichtete, die Regierungstruppen seien südlich und südwestlich von Aleppo auf dem Vormarsch, nachdem die Rebellen «schwere Niederlagen» erlitten hätten.

Legende: Video Rebellen sprengen Tunnels in Aleppo abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.08.2016.

Laut dem regierungsnahen Nachrichtenportal Al-Masdar News gelang es den Aufständischen, in Ramussa einzudringen und dort einen Tunnel zu sprengen. Nach schweren Kämpfen hätten sie sich aber zurückziehen müssen und die Regierungstruppen kontrollierten das Viertel nun wieder.

Mindestens zehn Zivilisten, darunter vier Kinder, starben in der Nacht bei Angriffen auf Stadtbezirke in Aleppo, die von den Regierungstruppen gehalten werden. Das teilte die Beobachtungsstelle mit. Damit starben seit Sonntag bei Angriffen der Rebellen mehr als 40 Zivilisten. Die Angaben der Beobachtungsstelle sind aber kaum überprüfbar.

Internationale Hilfsorganisationen befürchten jetzt in Aleppo eine humanitäre Katastrophe. Für die Bewohner in den abgeriegelten Teilen der Stadt sei es nahezu unmöglich, medizinische Behandlung zu bekommen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte der Welt mit.

Deutschland kritisiert Russlands Rolle als zynisch

Deutschland hat Russland zynisches Verhalten in Syrien vorgeworfen und einen sofortigen Waffenstillstand in Aleppo gefordert. Angesichts der eingeschlossenen 300‘000 Menschen drohe eine humanitäre Katastrophe, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

Russland, das die syrischen Regierungstruppen militärisch unterstützt, stehe in einer besonderen Verantwortung. «Das Anbieten von ungesicherten Fluchtkorridoren durch Russland bei gleichzeitiger, fortgesetzter Bombardierung der Stadt ist inakzeptabel und zynisch», sagte die deutsche Vize-Regierungssprecherin.

Russland zielt auf Ende der Kämpfe

Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow nannte unterdessen die humanitäre Lage in Aleppo ebenfalls «sehr dramatisch». Russland bemühe sich, die Situation in der «strategisch ausserordentlich bedeutenden Stadt» zu verbessern.

Das Aussenministerium in Moskau wies aber einen möglichen Sturm auf Aleppo als Spekulation zurück. «Es gibt keine anderen Ziele ausser einer Verbesserung der humanitären Lage und einem Ende der Kämpfe», sagte Russlands Vize-Aussenminister Rjabkow.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Das Schlimmste an modernen Kriegen ist die Zerstörung der Infrastruktur ganzer Länder. Dies macht die Gebiete für lange Zeit zu Bittstellern der Mächtigen. Nicht selten sind diese die Verursacher des Perfiden. Skrupellose Mächte halten Konflikte am Leben, denn nichts verspricht grössere Rendite ohne Risiko für Investoren. Das ganze Drumherum inklusive hinterhältiger Angriffe auf Demonstranten ist nicht selten inszeniert. Und für die mediale Verbreitung dieser "Verbrechen" ist bereits gesorgt.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
    Die vom Westen unterstützte grausame islamistische Hararat Nour al-Din al-Zenki, ( Köpfung von Kindern, Giftgasangriff gegen kurdischen Stadtteil Aleppos, Massaker an Zivilisten und Folterungen ), soll erneut mittels Artillerie und Chlorgas zahlreiche Zivilisten in Aleppo getötet haben. Die einseitige Berichterstattung zu Lasten der syrischen Bevölkerungsmehrheit gilt Medienexperten bereits jetzt als eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der westlichen Presse.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Laut ARD/ZDF haben sich gemässigte Rebellen, welche sich vorher noch gegenseitig bekämpft haben, sich jetzt dem IS angeschlossen. Assad & die Russen wollen die Zivilisten rasch evakuieren, damit sie dann "zuschlagen" können, während die UNO auf Korridoren in die Stadt will, um die Menschen dort zu versorgen & pocht auf einen Waffenstillstand. Meine Meinung: Die Kritik der UNO inkl. D. gegenüber Russland mutet so an, als hätten sie Mitleid mit den Terroristen & weniger mit den Zivilisten.
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