Schockierend: UNO deckt Gräueltaten an Kindern in Syrien auf

Die UNO erhebt schwere Vorwürfe an die syrischen Bürgerkriegsparteien: Die Regierung foltere Kinder und Jugendliche und die Opposition rekrutiere Minderjährige. Zum Zuge kommen: Elektroschocks am Unterleib, Vergewaltigung und Scheinhinrichtungen.

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Kinder in syrischem Bürgerkrieg misshandelt

1:16 min, aus Tagesschau am Mittag vom 5.2.2014

Deutliche Worte richtete UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon an die Kriegsparteien: «Das Leid der Kinder in Syrien ist seit Beginn des Konflikts unaussprechlich.»

Dies geht aus einem UNO-Bericht hervor. Konkret werfen die Vereinten Nationen Regierung und Opposition im syrischen Bürgerkrieg schwere Kindesmisshandlungen vor.

Regierung foltert Kinder

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Noch nie so detailliert

Nicht zum ersten Mal, wirft die UNO Syriens Konfliktparteien Misshandlungen von Kindern vor. Allerdings wurden bislang noch nie so viele Details genannt.
Im Bericht werden Vorkommnisse seit Beginn des Aufstandes gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad aufgelistet.

Dabei spiele die vom Westen gestützte Opposition eine unrühmliche Rolle. Sie setze Jugendliche auch als Kämpfer ein. Aus Mangel an Bildung und Arbeitsmöglichkeiten entschieden sich Minderjährige in Flüchtlingslagern, zu den Waffen zu greifen. «Viele Jungen geben an, dass sie es als ihre Pflicht empfunden haben, sich der Opposition anzuschliessen», sagte Ban.

Auch Regierungstruppen und regierungstreue Milizen schüchterten immer wieder Jugendliche an Kontrollpunkten ein und drängten sie dazu, sich ihnen anzuschliessen, heisst es in dem Bericht. Die Regierung foltere zudem Kinder und Jugendliche, die Verbindungen zur Opposition hätten.

Zum Instrumentarium der Folterer gehörten Schläge, Elektroschocks auch an den Genitalien, das Ausreissen von Finger- und Zehennägeln, Vergewaltigung, Scheinhinrichtungen oder Konfrontation mit der Folter Angehöriger.