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International Schwedischer Haftbefehl gegen Julian Assange bleibt bestehen

Ein Gericht hat den Rekurs des WikiLeaks-Gründers abgewiesen. Die schwedischen Behörden wollen Julian Assange noch immer zu den Vergewaltigungsvorwürfen befragen.

Assange an einer Presskonferenz
Legende: Assange bleibt wohl noch für einige Zeit in seinem goldenen Käfig in der ecuadorianischen Botschaft in London gefangen. Reuters

Ein schwedisches Berufungsgericht beharrt auf dem Haftbefehl gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Ein Rekurs des Australiers, seinen Fall bezüglich mutmasslicher sexueller Belästigung und Vergewaltigung einzustellen, wurde abgeschmettert. Und dies obwohl die beiden betroffenen Frauen nichts mehr mit dem Fall zu tun haben wollen, wie SRF-Korrespondent Bruno Kaufmann sagt.

«Aus Sicht des Gerichts gibt es keinen Grund, vom Arrest abzusehen, nur weil Julian Assange sich in einer Botschaft befindet und der Strafbefehl deshalb nicht ausgeführt werden kann», teilte das Berufungsgericht in Schweden mit.

Der Fall Assange ist laut Kaufmann zum juristischen Seilziehen geworden zwischen der schwedischen Staatsanwaltschaft und Assange. Die Anklage beharrt darauf, dass das Verhör zu diesem Fall in Stockholm stattfinden muss.

Angst vor Auslieferung

Assange sitzt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Dort kann er der Auslieferung nach Schweden durch die britischen Behörden entgehen. Das skandinavische Land möchte den WikiLeaks-Gründer zu den Vorwürfen der sexuellen Belästigung befragen. Assange hat die Vorwürfe stets abgestritten.

Der Australier fürchtet sich vor der Auslieferung nach Schweden, weil für ihn die Gefahr besteht, an die USA weitergereicht zu werden. Die amerikanischen Behörden wollen ihm den Prozess machen wegen der grössten Veröffentlichung geheimer Dokumente in der Geschichte des Landes.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Rosen, Erlenbach
    Es war einmal ein Land im Norden, da wollte man die fröhlichen, guten Menschen noch besser machen. Die wenigen Armen sollten durch Solidarität aller wohlhabend, die Kranken so gesund werden und alle sollten gleich werden. Heute zahlen alle gleich: horrende Abgaben für Armutsflüchtlinge, einen allmächtigen Staat, der seine früher eigenverantwortlichen Bürger zu willfährigen Befehlsempfängern machte und für eine um Pöschtli schachernde Justiz mit Verdachtsphantasien gegen jede/n. Schade, Schweden.
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  • Kommentar von Nathalie Zimmermann, Effretikon
    Die beste Justiz, die man sich für Geld kaufen kann!
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  • Kommentar von j.ruf, rodersdorf
    "Und dies obwohl die beiden betroffenen Frauen nichts mehr mit dem Fall zu tun haben wollen, wie SRF-Korrespondent Bruno Kaufmann sagt." Das stützt natürlich die These, dass die Anklage von Assange politisch motiviert war und die Frauen zu diesem Zweck instrumentalisiert worden waren. Naja, Mutmassungen...
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