Schweizer Sprayer «Puber» in Wien verurteilt

Das Wiener Straflandesgericht hat den Schweizer Sprayer «Puber» zu zehn Monaten Gefängnis unbedingt verurteilt. Im Prozess ging es um ein angeblich gestohlenes Velo. Deswegen muss er aber nicht ins Gefängnis.

Besucher vor einer Puber-Sprayerei in einer Wiener Gallerie Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Puber» hat sich in Wien nicht nur an Fassaden verewigt, er war auch in einer Gallerie zu sehen. Keystone

«Puber» macht in Wien erneut Schlagzeilen: Der Sprayer stand zwar wegen Velodiebstahls vor dem Straflandesgericht. Verurteilt wurde er aber wegen schwerer Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und illegalen Waffenbesitzes.

«Puber» und ein Mitangeklagter bestritten, in der Nacht vom 12. April das Velo gestohlen zu haben. Es sei Eigentum des Sprayers gewesen. Nach durchzechter Nacht stellte «Puber» es in der Nähe der Wohnung des Mitangeklagten ab.

Später gingen sie das Velo suchen. Den Schlüssel hatten sie verloren, weshalb sie einen Bolzenschneider mitnahmen. Damit brachen sie das Velo auf.

Ihr Pech: Die Polizei führte Kontrollen gegen Fahrraddiebstähle durch, und die Beamten griffen ein. Trotz Waffenverbot wurden bei «Puber» ein Pfefferspray und ein Butterfly-Messer sichergestellt.

Bei der Festnahme setzte sich einer der Männer heftig zu Wehr und verletzte einen Beamten mit einem Tritt am Gelenk des Daumens der rechten Hand.