Holocaust vergessen? Sean Spicer in der Nazi-Falle

Trump-Sprecher Spicer rechtfertigt den Militärschlag gegen Assad damit, dass Hitler gegen «sein eigenes Volk» keine Chemiewaffen eingesetzt habe.

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Hier verheddert sich Spicer im Hitler-Vergleich (engl.)

0:45 min, vom 12.4.2017
  • Sogar jemand «verabscheuungswürdiges» wie Hitler sei «nicht so tief gesunken, chemische Waffen zu verwenden», sagte der Sprecher des US-Präsidenten am Dienstag und rechtfertigte damit den Militärschlag gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt.
  • Über die sechs Millionen Juden, die in den Gaskammern der Nazis ermordet wurden, setzte sich Sean Spicer mit diesem Vergleich salopp hinweg.
  • Sein umgehender «Rettungsversuch» machte alles nur noch schlimmer: Hitler habe das Gas nicht «gegen seine eigenen Leute auf die gleiche Weise eingesetzt». Allerdings: Unter den Opfern der Gaskammern waren auch hunderttausende deutsche und österreichische Juden.
  • Wenig später bemühte sich Spicer in einer knappen Mitteilung um Klarstellung: In keiner Weise habe er versucht, den entsetzlichen Charakter des Holocausts zu verharmlosen.
  • Das Anne-Frank-Zentrum in New York warf dem 45-Jährigen vor, den Holocaust zu leugnen – und forderte seinen Rücktritt.