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Mehrere Bergtote in den Alpen Sechser-Seilschaft in Österreich abgestürzt

  • Sechs Bergsteiger hatten auf dem Berg Gabler im Bundesland Salzburg eine Seilschaft gebildet.
  • Auf ihrer Tour stürzte die Gruppe auf etwa 3000 Metern Höhe in einem 40 Grad steilen Hang ab, wie der Einsatzleiter des Roten Kreuzes sagte.
  • Fünf Alpinisten kamen dabei ums Leben, der sechste wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen. Es soll sich um Deutsche handeln.
  • Insgesamt starben am Wochenende in den Alpen zwölf Berggänger, vier davon in der Schweiz.

Die Jahreszeit gilt für das Bergsteigen eigentlich als ideal, dennoch kam es am Wochenende in den Alpen Österreichs und Italiens zu gleich zwei tödlichen Unglücken mit Seilschaften.

Mit in die Tiefe gerissen

Neben den fünf Bergsteigern in Österreich kamen in den italienischen Südalpen mindestens zwei Mitglieder einer Seilschaft ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Alpinisten in Italien waren am Sonntagvormittag am Berg Presanella in der norditalienischen Provinz Trentino auf einem Gletscher unterwegs.

Auf einer Höhe von etwa 3200 Metern rutschten zwei von ihnen ab und rissen die übrigen der Gruppe in die Tiefe. Neben den beiden Toten gab es sieben Verletzte, unter ihnen ein 14-jähriger Knabe.

In Deutschland war ebenfalls am Samstag auf einer Wanderung nahe Oberstdorf eine 80-jährige Frau gestorben.

Drei Tote in der Schweiz

Auch in der Schweiz kam es seit Freitag zu vier tödlichen Bergunfällen. Am Freitag verunglückte ein Alpinist auf dem Rückweg vom Matterhorn auf dem Hörnligrat auf einer Höhe von 3400 m ü. M. Der nicht angeseilte Mann stürzte rund 100 Meter in die Tiefe.

Vermutlich ebenfalls beim Abstieg vom Matterhorn kam ein weiterer Mann am Sonntag in der Matterhorn Ostwand ums Leben. Drittpersonen hätten die Rettungskräfte alarmiert, welche die Leiche in der Ostwand bergen konnten. Der Notarzt der Air Zermatt konnte beim Alpinisten, der alleine unterwegs war, nur noch den Tod feststellen.

Am Samstagvormittag stürzte ein 63-jähriger Mann oberhalb von La Punt Chamues-ch auf einer Höhe von knapp 2700 m ü. M. ab. Er war mit seiner Nichte Richtung Piz Üertsch unterwegs, als er etwa zwanzig Meter ein steiles, felsdurchsetztes Gelände hinunterfiel und sich dabei tödliche Verletzungen zuzog. Der Verletzte wurde durch die Rega geborgen, teilte die Kantonspolizei Graubünden mit.

In der Region von Lenk im Simmental konnte am Sonntagmorgen ein seit Freitag vermisster, 67-jähriger Berggänger nur noch tot geborgen werden. Der Mann hatte sich am Freitag von Lenk aus in Richtung Flöschhorn begeben und war nicht mehr zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass er auf der Höhe der Flöschweid in ein Couloir gestürzt ist und sich dabei tödlich verletzt hat.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    So betrüblich es auch ist : Mich erinnert dieses furchtbare Geschehen an den 15.Juli 1865 am MATTERHORN .Damals kamen im Rahmen der ERSTBESTEIGUNG von 7 Bergsteigern auch nur 3 zurück ! Der Unfallhergang erinnert ebenso ein wenig an das damalige Geschehen !
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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Ist es Ihnen schon mal aufgefallen, dass es gerade bei Bergunfällen immer mehrere gibt.? Ich beobachte das schon seit Jahren. Merkwürdige Zusammenhänge oder auch keine? Gibt es doch gewisse Wettereinflüsse auf uns. Tragisch, sehr sogar und doch gehören solche Ereignisse zu unserem Leben. Die wir verarbeiten müssen.
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  • Kommentar von Andreas Krummenacher  (Andreas Krummenacher)
    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Anzahl der Unfälle bei Berggängern mit einer unrealistischen Einschätzung der Situation und/oder der eigenen Fähigkeiten zu tun hat...Vielleicht sind solche Urteile ohne genaue Kenntnisse der Sachlage vermessen, aber z.B. nicht angeseilt am Hörnligrat rumzuspazieren...Sorry, die Berge sind kein Freizeitpark.
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    1. Antwort von Theodor Kugler  (Handeln!)
      Ich wurde einmal angeseilt von einem Ausgerutschten mit andern in die Tiefe gerissen. Seither überlege ich mir gut, mit wem ich angeseilt in die Berge gehe. Nicht selten ist es sicherer, sich nicht anzuseilen.
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    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Das ist wie im Winter auf der Piste. Trotz Verbotes müssen sie getade da fahren. Da habe ich absolut kein Mitleid, wenn da etwas passiert. Sie gefährden auch noch andere beim evtl. Auslösen einer Lawine.
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