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Fastenbrechenfest in Mekka Selbstmordanschlag auf Grosse Moschee verhindert

Die saudische Polizei hat einen Attentäter gefasst. Er wollte dort zuschlagen, wo Tausende das Ende des Ramadans feiern.

Die Grosse Moschee in Mekka beherbergt die Kaaba, zu der Muslime fünfmal täglich beten.
Legende: Die Grosse Moschee in Mekka beherbergt die Kaaba, zu der Muslime fünfmal täglich beten. Reuters
  • Die saudischen Sicherheitskräfte haben in Mekka einen Selbstmordattentäter gestellt. Laut Innenministerium wollte er die Grosse Moschee in die Luft sprengen.
  • Im grössten Heiligtum des Islams und der grössten Moschee überhaupt feierten Tausende Muslime das Ende des Ramadans, das sogenannte Fest des Fastenbrechens.
  • Bei der Festnahme habe der Selbstmordattentäter Sprengstoff gezündet und ein Gebäude in der Nähe der Moschee zum Einsturz gebracht. Mindestens elf Menschen seien verletzt worden, darunter fünf Sicherheitskräfte.
  • Fünf Verdächtige sind festgenommen worden, wie der Sender Al-Arabija unter Berufung auf das saudische Innenministerium berichtet.
  • Der Anschlag sei von drei Terrorgruppen geplant worden. Um welche es sich handelt, sagte das Innenministerium nicht.

Dem Ministerium zufolge konnten die Sicherheitskräfte einen der Attentäter in Mekka im Stadtbezirk Adschiad aufspüren. Der Mann habe sich in einem dreistöckigen Haus verschanzt und sich geweigert, sich zu ergeben. Er habe auf die Sicherheitskräfte geschossen und sich schliesslich in die Luft gesprengt. Dabei sei das Gebäude eingestürzt.

Bei der Explosion seien sechs Ausländer verletzt worden, hiess es. Zudem hätten fünf Angehörige der Sicherheitskräfte «leichte Verletzungen» erlitten.
Der Anschlag sollte dem Ministerium zufolge Freitagnacht während der Koranlesungen zum Ende des Ramadans erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt drängten sich die Gläubigen in der Grossen Moschee. Insgesamt sollen am Freitag nach Meldungen der saudischen Nachrichtenagentur SPA insgesamt mehr als zwei Millionen Gläubige das Gotteshaus besucht haben. Im Zentrum des Gebäudekomplexes befindet sich die schwarze Kaaba, in deren Richtung alle Muslime weltweit beten.

Die Bedeutung Mekkas

Mekka ist die heiligste Stadt des Islams. Sie trägt den Ehrentitel «al-Mukarrama» («die Ehrwürdige»). Hier wurde der Prophet Mohammed im Jahr 570 geboren. In der zentral gelegenen Heiligen Moschee beten jedes Jahr Millionen Pilger. Sie beherbergt die Kaaba, das bedeutendste Heiligtum des Islams. Muslime auf aller Welt richten ihr Gebet stets in Richtung der Moschee. Am ehrwürdigsten ist die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) rund ums Opferfest, das dieses Jahr Anfang September begangen wird.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Bildung hilft - hat schon Einstein erkannt - nur bilden sich die wenigsten -darum haben die Salafiyya (Salafisten verstehen sich als eine Erneuerungsbewegung, die es sich zum Ziel setzt, den Ur-Islam und seine damaligen Kulturzustände wiederherzustellen.) so leichtes Spiel, ihren längst überholten ISLAM an die Bildungslosen zu implantieren und diese für ihren Religionsfanatismus der bis zum Mord geht, zu gewinnen. Da gilt es einzuhaken und unsere Jugend über diese Rattenfänger früh auf zu klären
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Freitag Nacht wurde in Aleppos historischer Altstadt ein Bombenanschlag gegen die für das Fest des Fastenbrechens einkaufenden Zivilisten verübt (4 Zivilisten wurden getötet und über 20 verletzt). Die vom Westen unterstützte FSA-Gruppe “Sarayah Abu Omara”, welcher von den Kurden Aleppos auch ein chemischer Angriff gegen die kurdische Bevölkerung vorgeworfen wird, hat die Verantwortung mit der Begründung übernommen, die syrische Armee sei das Ziel gewesen (Armeeangehörige waren nicht betroffen).
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    1. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Jeder Mord ist einer zuviel. Sie bekriegen sich und wir im fernen Europa sollen die Kosten tragen. Die Interpretation der Nächstenliebe gibt im Fall der muslimischen Bruderkriege zu denken.
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  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Etwas stimmt nicht. Wieso wollten teroristen eine Sunitische Moschee sprengen ? Die selbstmord Teroristen waren bis jetzt zu 100 % Sunniten.
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    1. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      Genau das gleiche habe ich auch gedacht.
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    2. Antwort von u. Felber (Keule)
      stimmt überhaupt nicht.
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    3. Antwort von Kristjan Pepaj (Pepi)
      Schon mal daran gedacht das Terroristen partout keine Gläubigen sind und ihre Religion in den Schmutz ziehen? Oder würden sie Anders Breivik als Christ bezeichnen, weil er auch im Namen Gottes getöttet hat? Oder würden Sie sich mit dem KKK in den USA indentifizieren? Hören Sie auf eine ganze Glaubensgruppe als Terroristen zu bezeichnen und bleiben Sie sachlich!
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    4. Antwort von S. Petrovic (S.Petrovic)
      Habe ich geschrieben das alle Sunniten Teroristen sind? Nein. Ich habe geschrieben das alle selbstmord-Teroristen Sunniten sind.
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    5. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Die Moschee, die 1Million Gläubigen Platz bietet, ist viel zu gross, um gesprengt zu werden, und für die normalen Gläubigen hat sich der IS noch nie interessiert. Die meisten seiner Opfer sind Muslime, und es wurden vom IS etliche sunnitischen Moscheen gesprengt, vor zwei Tagen erst eine in Mosul. Der IS bekämpft in erster Linie die normalen sunnitischen Muslime. Auch die Anschläge in Europa haben vor allem zum Ziel, die hiesige Muslime bei der Mehrheitsgesellschaft in Verruf zu bringen,
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    6. Antwort von Kristjan Pepaj (Pepi)
      1. Bezeichnen Sie die Terroristen als Sunniten, dass ist so, wie wenn ich mich als Veganer bezeichnen würde obwohl ich Fleisch esse. 2. Schreiben Sie sogar das alle Terroristen (100%) Sunniten sind, kennen sie jeden Terroristen persönlich, dass sie sagen können das angeblich alle Terroristen Sunniten sind? Oder haben Sie diese Information von Russia Today oder gar Sputnik?
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