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International Serbiens Präsident entschuldigt sich für Srebrenica

Tomislav Nikolic hat sich für das Massaker von Srebrenica im Namen Serbiens entschuldigt. Die Bezeichnung Völkermord lehnt er aber bislang ab. Im Juli 1995 hatten bosnisch-serbische Einheiten 8000 Menschen in Srebrenica getötet. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag spricht von Völkermord.

«Ich knie nieder, ich bitte um Verzeihung für Serbien wegen des Verbrechens in Srebrenica. Ich entschuldige mich für alle Verbrechen, die im Namen unseres Staates und unseres Volkes begangen wurden.» Das sagte der serbische Präsident Tomislav Nikolic in einem Interview mit einem bosnischen Fernsehsender.

Mit seiner Entschuldigung hat Nikolic den damit verbundenen Vorwurf des Völkermordes jedoch zurückgewiesen. Dazu müssten erst Beweise vorliegen.

«Kennzeichen eines Völkermords»

Auf die Frage, ob die Massentötungen und die Verschleppung von Frauen, Kindern und Alten nicht die Kennzeichen eines Völkermords seien, entgegnete Nikolic: «Alles, was im ehemaligen Jugoslawien geschehen ist, hatte die Kennzeichen eines Völkermords.»

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte im Jahr 2007 entschieden, dass die Verbrechen der bosnisch-serbischen Einheiten Völkermord waren. Serbien wurde aber nicht dafür verantwortlich gemacht.

5 Kommentare

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  • Kommentar von F. Zuber, Solothurn
    Manchen nicht. Und zum Glück gibt's diese Leute. Sonst gäbe es nur solche wie Sie, ohne Interesse für andere Sprachen und Kulturen, vor allem für Sprachen und Kulturen, die man auch in der Schweiz trifft.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Herr Scheben und Herr Zuber, wir können nicht erwarten, dass gerade die serbischen und albanischen Namen, die den meisten nicht geläufig sind, immer korrekt ausgesprochen werden. Die Hauptsache ist doch, dass die Botschaft herüberkommt. Es gibt noch zwei Beispiele von Namen, die uns geläufiger sind und trotzdem chronisch falsch ausgesprochen werden: So heisst Ambri "Ambriii", wie mir ein Tessiner selber gesagt hat, und Peking heisst eigentlich "Beidsching". Seien wir doch tolerant!
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  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Es ist mir Wurst-Egal, wie man das ausspricht.
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  • Kommentar von F. Zuber, Solothurn
    Das ist genau gleich mit der Aussprache von Prishtina. Die Betonung liegt beim zweiten i. Auch bei Xherdan Shaqiri wissen sehr wenige, wie man den Namen ausspricht: Dscherdan Schatschiri und nicht Schakiri. Also bitte. Eine Suche auf die Wikipedia würde schon reichen. Das Interesse ist aber nicht vorhanden!
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