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International Sisi bietet sich nun offiziell als Präsident an

Im Sommer hatte er den gewählten Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt. Nun kandidiert Abdel Fatah al-Sisi selber fürs höchste Staatsamt. Um den Weg für die Wahl freizumachen, ist er als Oberkommandierender der ägyptischen Streitkräfte zurückgetreten.

Portrait von Sisi in Uniform.
Legende: Lange wurde gemunkelt, jetzt ist klar: Abdel Fatah al-Sisi kandidiert fürs Präsidentenamt. Keystone

Der populäre General Abdel Fatah al-Sisi erklärte am Mittwochabend in einer Fernsehansprache, dass er alle seine Ämter niederlege. Er kandidiere im bevölkerungsreichsten arabischen Land für den Präsidentschaftsposten.

In Gefechtsuniform trat der Feldmarschall vor die Kameras. Er sprach mit warmer Stimme von den grossen Herausforderungen, denen Ägypten gegenüberstehe. Für einmal war dabei nicht nur vom Kampf gegen den Terrorismus die Rede.

Auch er kann keine Wunder vollbringen

Der Präsidentschaftskandidat erwähnte auch die hohe Arbeitslosigkeit und die tiefe Wirtschaftskrise, in der das Land steckt. Die Tatsache, dass das stolze Ägypten auf finanzielle Unterstützung aus dem Ausland angewiesen ist, sei nicht akzeptabel.

Er werde keine Wunder vollbringen können, sondern setzte auf harte Arbeit, sagte der 59-jährige General. Als Armeechef hatte Sisi im letzten Sommer nach einer Welle von Massendemonstrationen den gewählten Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt.

Er verantwortet seither die blutige Unterdrückung von Regimekritikern – mit Erschiessungen und Massenverhaftungen von Islamisten. Er beruft sich dabei auf den Willen des Volkes. Und tatsächlich geniesst Sisi weiterhin grosse Popularität.

Hoffnung auf Rückkehr zur Stabilität

Viele Ägypter erhoffen sich von dem ehrgeizigen Offizier und der Armee, die er repräsentiert, nach drei Jahren der politischen Wirren die Rückkehr zur Stabilität.

Doch die kompromisslose Verfolgung der Muslimbrüder hat bis heute keine Ruhe ins Land gebracht, sondern eine Welle von radikal-islamischen Anschlägen und anhaltende Kundgebungen von Anhängern des abgesetzten Präsidenten. Zudem regt sich wegen der schweren Wirtschaftskrise vereinzelt wieder sozialer Protest.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt, Zürich
    Man kann sagen das sich die Demokratie in Ägypten nie gänzlich durchsetzen konnte, aber spätestens mit der (sicheren) Wahl Mursis zum Präsidenten, wird das Kapitel arabischer Frühling in Ägypten unter den wachsamen Augen des Westens zu Erde getragen. Waren die Muslimbrüder die Retter des Landes? Bestimmt nicht, sie machten viele Fehler und genossen nicht mehr genügend Rückhalt im Volk, welches daher auf die Strassen ging. Der jetztige Prozess ist jedoch noch trauriger, Mursi ein junger Mubarak!
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    1. Antwort von Amira Salem, Zürich
      Die angeblichen viele Fehler rechtfertigt nicht den Putsch und die massiven Menschenrechtsverletzungen , die seit dem Putsch in Ägypten stattfinden. Wer mit Wahlen kommt dann soll auch mit dem Wahlen abgewählt werden. Aber die putschisten wissen, dass sie keine mehrheit haben, deshalb annullieren sie die damals vorgesehene parlamentsWahlen und alle im Gefängnisse gesteckt. Das alles mit grünes Licht von den Westen.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Anzeichen sprechen eher dafür, dass der Sisi in die Fusstapfen des Mubarak treten wird.
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