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Flüchtlinge in Italien Sizilianische Bürgermeister gehen auf die Barrikaden

Migranten und Flüchtlinge werden nin Catania medizinisch untersucht. (reuters)
Legende: In Italien kommen weiter Tausende Menschen an. Die bestehenden Hotspots reichen nicht aus. (Bild vom 06.05.2017) Reuters
  • Rund 30 Bürgermeister in der sizilianischen Provinz Messina protestieren gegen neue Flüchtlinge und Migranten. Ihre Gemeinden seien nicht in der Lage, die Last weiterer Flüchtlinge zu ertragen, sagen sie.
  • Den Protest führt der Bürgermeister der Gemeinde Castell Umberto, Enzo Lionetto, an. Er beschuldigt das Innenministerium, die Menschen ohne die Zustimmung der Gemeinde nach Castell ́Umberto entsendet zu haben.

Der Bürgermeister der Gemeinde Castell Umberto protestiert vor dem Hotel, in dem die Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Weitere Bürgermeister der Gegend haben sich dem Protest angeschlossen. Auch sie sind mit Ankünften von Flüchtlingen konfrontiert. Sie klagen über eine «Invasion».

Die Gemeinde Castell Umberto liegt knapp 100 Kilometer westlich von Messina auf Sizilien. Das Städtchen hat rund 3200 Einwohner. Im Ort sind 50 Flüchtlinge eingetroffen.

Krisentreffen in Messina

Die Präfektin von Messina, Francesca Ferrandino, hat 45 Bürgermeister aus der Umgebung von Messina zu einem Treffen einberufen, um über die Lage der Flüchtlinge und Migranten zu diskutieren.

Angesichts der jüngsten Ankunft Tausender sucht das italienische Innenministerium auf Sizilien nach zusätzlichen Unterkünften. Tausende neue Plätze sollen in den nächsten Monaten in Kasernen, Sporthallen und anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Zahl der Flüchtlinge, die seit Anfang 2017 über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind, ist im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Rund 89'000 Flüchtende haben die italienische Küste seit Jahresbeginn erreicht. Etwa 90 Prozent von ihnen sind in Libyen gestartet.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von a. furrer (charmin)
    Bis jetzt sehe ich nur Boote voll mit jungen Männern. Selbst in Italien bestätigen das die Menschen. Selten sieht man Frauen oder Kinder. Diese Migranten schickt man gewollt nach Europa, Taxidienst inklusive.Schade um Europa.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Sizilien ist keine Insel mit irgendwelchen Perspektiven für eine Migration. Keine Arbeit für die Zukunft, keine Infrastruktur für Tausende von Migranten die ihr Leben in Kasernen, Turnhallen etc. fristen müssen. Und es gibt auch noch eine eigene Bevölkerung , die Anspruch auf ihre Heimat haben.
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Sie haben noch etwas vergessen:der Tourismus wird zusammenbrechen. Ich liebe Italien,mit all seinen Unzulänglichkeiten,insbesondere Sizilien. Ich mag aber keine Leichen am Strand,ebensowenig verkackte und zugemüllte Waldränder.Da ist mir Kärnten momentan lieber.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Richtig Herr Blättler, das habe ich mit Absicht nicht geschrieben. Er ist sicher schon zusammen gebrochen. Aus genau den Gründen, die Sie schreiben. Aber wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, eines Tages wieder an den grossen Kulturschätzen dieser Insel zu stehen (oder unsere Kinder) als ich vor 3 Jahren das letzte Mal dort war, habe ich in Agrigento gesagt, ich komme wieder , nur weiss ich nicht wann.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Angenommen die "Flüchtlinge" wären zumeist friedliche, hübsche, blonde Frauen, anstatt wie gegenwärtig muslimische Männer. Wie würde sich das auf die Flüchtlingspolitik und auf die Migrationspolitik im Allgemeinen auswirken?
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Erstens sind es Flüchtlinge, ohne "", zweitens sind es mehrheitlich Frauen und Kinder, deren Religion nicht relevant ist, denn auch in Italien herrscht Religionsfreiheit. Nur weil Sie gleichen Lügen immer und immer wieder wiederholen weden sie nicht wahrer!! Abgesehen davon, denken Sie ernsthaft, ein ganzer Kontinent habe keine schönen Frauen zu bieten? Das schönste Model das ich kenne kommt aus dem Iran (und spricht akzentfrei Berndeutsch)
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      In D. kam es letztes Wochenende bei einem zuerst friedlichen Konzert wieder zu Auseinandersetzungen, inkl. sexuellen Übergriffen von Männern aus muslimisch geprägten Ländern Fazit des Kommentator: Wenn zuviele unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen, werden solche Vorkommnisse zunehmen, weil für viele dieser Migranten das Frauenbild inkl. Respekt vor Polizei usw. ein ganz anderes ist.
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    3. Antwort von robert mathis (veritas)
      T.Steiner,ich wohne unweit einer Flüchtlingsunterkunft,ich sehe selten Frauen und Kinder, nur junge Männer, denen es verständlich langweilig ist,vielleicht sollten Sie besser hinschauen und nicht die Andern der Lüge bezichtigen.
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