Snowdens Asylanträge finden Gehör

Bolivien, Nicaragua und Venezuela stellen dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden Asyl in Aussicht.

Snowden-Anhänger halten das Plakat des Ex-Geheimdienstmitarbeiters hoch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Odyssee scheint für Eduard Snowden bald beendet zu sein. Reuters

Der flüchtige IT-Spezialist Edward Snowden kann auf Asyl in Bolivien, Nicaragua und Venezuela hoffen. Die drei Länder machten dem Amerikaner ein entsprechendes Angebot.

Boliviens Staatschef Evo Morales erklärte, sein Land werde Snowden im Falle eines entsprechenden Antrags aus humanitären Gründen Asyl gewähren, wie die staatliche Nachrichtenagentur ABI berichtete. «Wenn er es beantragt, werden wir ihm das Asyl gewähren, um zu erfahren, wie uns die US-Regierung kontrolliert hat.»

Held der Menschenrechte?

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro sagte: «Ich habe entschieden, dem jungen Amerikaner, Edward Snowden, aus humanitären Gründen Asyl anzubieten.» Snowden sei ein Held der Menschenrechte.

In Nicaragua sagte Präsident Daniel Ortega, er habe ein Asylgesuch von Snowden erhalten. Dieses könne bewilligt werden, wenn die Umstände es zuliessen. Zu Details machte er jedoch keine Angaben.

Snowden wird von den USA wegen Spionage per Haftbefehl gesucht. Er hatte Ausspähprogramme von Geheimdiensten in den USA und Grossbritannien publik gemacht.