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Terroralarm vor dem Louvre Soldat verhindert Macheten-Angriff vor dem Louvre

Ein Mann mit einer Machete hat in der Nähe des Louvre einen Soldaten angegriffen. Dieser stoppte ihn mit Schüssen.

Legende: Video Vereitelter Messerangriff beim Louvre abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Carrousel du Louvre hat ein Mann mit einer Machete bewaffnet einen Soldaten angegriffen. Dabei sei der Soldat leicht verletzt worden, teilt die Polizei mit.
  • Der Soldat habe das Feuer auf den Angreifer eröffnet und ihn schwer verletzt.
  • Der Mann hatte laut der Polizei zwei Rucksäcke bei sich, in denen aber kein Sprengstoff gefunden wurde. Er habe «Allahu Akhbar» gerufen.
  • Nach dem Angriff verhaftete die Polizei am Ort des Geschehens eine zweite Person.
  • Das Museum wurde nach dem Zwischenfall zunächst geschlossen – ebenso die Einkaufspassage. Die im Louvre anwesenden Besucher mussten dabei im Inneren bleiben.

Der Angriff ereignete sich laut dem Pariser Polizeichef Michel Cadot in einem Treppenhaus, das von einem Platz neben dem Louvre in die unterirdische Einkaufspassage das «Carrousel du Louvre», führt.

Fünf Schüsse in Paris

Wie Polizeichef Cadot weiter sagte, schoss der Soldat fünfmal. Der Angreifer sei dabei schwer verletzt worden; er befinde sich in einem ernsten Zustand. Wer er ist und woher er kommt, sei bisher nicht bekannt.

Zudem habe sich ein zweiter Soldat leicht am Kopf verletzt. Die vier gemeinsam patrouillierenden Solaten haben gemäss einem Militärsprecher zunächst versucht, den Angreifer zu überwältigen.

Zweite Person verhaftet

Die Sicherheitskräfte nahmen inzwischen eine zweite Person fest, wie ein Sprecher des Innenministeriums bekannt gab. Sie habe sich «vor Ort» aufgehalten. Die Ermittlungen müssten aber erst zeigen, ob es eine Verbindung zum Angriff auf die Militärpatrouille gebe. Auch mit Blick auf das Motiv des Angreifers warnte der Sprecher vor voreiligen Schlüssen.

Die Schreie des Mannes liessen laut Cadot darauf schliessen, dass er seinen Angriff in einem «terroristischen Rahmen» habe ausüben wollen. Auch Premierminister Cazeneuve sagte bei einem Besuch im nordfranzösischen Bayeux, es habe sich «offensichtlich» um einen «Anschlagsversuch mit terroristischem Charakter» gehandelt. Ähnlich äusserte sich auch Staatspräsident François Hollande am Rande des EU-Gipfels auf Malta. Bei der Bewertung sei aber Vorsicht geboten, solange das Motiv des Angreifers noch unklar sei, so die französischen Behörden. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile eine Untersuchung wegen versuchten Mordes und Terrorismus eingeleitet.

Wegen der Anschlagsgefahr patrouillieren in der französischen Hauptstadt an vielen Orten Soldaten. Frankreich war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Ziel islamistischer Terroranschläge, im Land gilt deshalb immer noch der Ausnahmezustand.

Schüsse in Paris (Innenministerium)

Legende: Die Schüsse fielen auf dem Quai François Miterrand vor dem Louvre in Paris. SRF

Einschätzung

SRF-Frankreich-Korrespondent Charles Liebherr: «Die Messerattacke entspricht früheren Szenarien von gezielten Attentaten mit terroristischem Hintergrund. Der Angreifer griff offenbar gezielt eine Militär-Patrouille an mit jeweils vier Soldaten, die überall in Paris unterwegs sind.»

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Da können die Linke und Co. noch schreiben was sie wollen, eines ist klar - diese linke Gutmenschenpolitik hat dem Westen nur Unsicherheit und sehr, sehr viele Kosten gebracht. In den kommenden Jahren wird Europa noch unsicherer und muss wohl oder übel auch noch viele Anschläge hinnehmen. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass diese Massenzuwanderung in Zukunft keine Auswirkungen auf das Gesellschaftsleben in Europa haben wird. Die Mehrheit der Europäer schläft noch und sind gleichgültig.
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    1. Antwort von Mark Stalden (Mark)
      Ihre Anklage an die Linken die Scheinbar alles Beinhaltet was nicht Populistisch veranlagt ist ist sehr zu einfach.Ihre Zukunfts Wahrnungen kann ich nicht ernstnehmen von jemandem der sein SS Hass Quer durch die CH Medien zieht.Die Zuwanderung hat die Gesellschaft immer Verändert seit Jahrzehnten.Ihre Schwarzmalerei hingegen ist von einer Wütenden Ideologie geprägt die nicht der Wircklichkeit entspricht.Im Schlaf sind alte Soldaten die sich vor Veränderung scheuen Angst zuverlieren was mal war.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Dann erklären Sie doch bitte mal in welchem Land eine linke Mehrheit besteht, die lange genug an der Macht war um die Sicherheitspolitik von Europa und den USA überhaupt massgeblich zu beeinflussen. Schon nur das Wort "Massenzuwanderung" gehört in die Kategorie "alternative Fakten", resp. bewusste Fehlinformation. In den 70-er Jahren gab es viel, viel mehr Anschläge in Europa mit viel, viel mehr Toten und Verletzten bei viel, viel weniger Ausländern.
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    3. Antwort von Thomas Mann (Freidenkerin)
      Absolut logisch. Und sofort alle Arzte ausschaffen, denn durch Ärtzefehler sterben bei uns hundert Mal mehr Menschen als durch Terroristen.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
    Vergangene Woche hat sich kein Mensch für die erschossenen Muslime in Canada interessiert, als ein rechtsradikaler Spinner diese Menschen umbrachte. Und heute? Da rennt einer mit einer Machete durch Paris und ruft «Allahu Akhbar» und schon schwärmen sie wieder aus & Doggen ihre Mutmassungen in ihren PC! Dann wird von Terror gesprochen & die Muslime in einen Topf mit fanatischen Islamisten geworfen. Ich bin es müde so viel Selbstgefälligkeit zu lesen!
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Im Gegenteil, auf den Anschlag in Kanda gab es einen selten grossen Medienrummel und sogar der kanadische Ministerpräsident besuchte den Ort des Anschlags ....
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    2. Antwort von Patrik Schaub (Kripta)
      Rechtsradikaler Spinner, ja zweifellos, das war er. Aber, Sie reden - schreiben-, doch immer von Einzelfällen. Kanada sei Dank, nun haben Sie einen gefunden.
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    3. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Genau Herr Schaub, sie und die meisten Forumteilnehmer behalten Augenmass und zeigen auf, wo die Probleme am grössten sind, statt sich auf Einzelfälle zu stürzen. Es ist nun mal eine Tatsache, dass weitaus die meisten Terroranschläge von Muslimen verübt werden, was aber nicht heisst, dass jeder Muslim ein Terrorist ist.
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    4. Antwort von Mark Stalden (Mark)
      Ein Einzelfall ist Höchstens wenn keiner der Üblichen Verschwörungstheoretiker seinen Anti Muslim Kommentar hier loslässt. Um sich dann in Schweigen zuhüllen wenn es wieder ganz anders war.Solche Fälle sind nicht Einzelfälle und nicht jeder ist ein Spinner. Es sind Leute gepusht von Rassistischen Kommentaren die man auch hier zur Genüge findet. Auch wenn sie es abstreiten fördern sie solche Ausraster von genau solchen Rechten Spinnern mit Polemik und Populismus.
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    5. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Das stimmt so nicht. Ich unterscheide nicht bei Opfern. Nur haben SRF und andere Medien nach Bekanntwerden des Täters die Meldung schnell nach unten versenkt. Das ist übliche Strategie. Wäre es eine christliche Kirche mit einem muslimischen Täter gewesen, hätten wir Sondersendungen erlebt. Die meisten Terroranschläge werden in Europa nicht von Muslimen begangen. Nur werden solche hervorgehoben, weil das Medieninteresse höher ist. Es ist "weit schlimmer", Opfer eines Muslims zu werden.
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    6. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Herr Dupond, bitte belegen Sie doch Ihre Behauptung mit konkreten Zahlen. Sie ist nämlich für Europa falsch.
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    7. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      @H.Müller: Bitte belegen Sie doch, dass meine eher richtige Einschätzung falsch ist. Bitte vergleichen Sie aber nicht Aepfel mit Birnen, sondern vergleichen Sie, wieviele Opfer von Muslimen in christlichen Ländern zu verzeichnen sind und wieviele in muslimischen Ländern durch Christen umkamen. Und bitte, nicht bei Adam und Eva anfangen. Dass die Christen früher genau so waren wie die Muslime heute wissen wir, aber man kann die heutige Generation nicht ewig für alle alten Sünden belangen.
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    8. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Und erlauben Sie mir noch einen Hinweis, Herr Müller: Auch wenn es absolut nicht tolerierbar ist, es ist ein Unterschied, ob ein Einheimischer, ohnmächtig gegenüber untätigen Politikern und Behörden, gegen das Eindringen fremder Kulturen bzw. gegen die damit verbundenen negativen Folgen sich verzweifelt wehrt oder ob "Eindringlinge" Bomben gegen die Bewohner des Gastlandes werfen.
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    9. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Dupont: clever, anstatt Ihre Behauptung endlich zu belegen mit Fakten einfach eine Gegenfrage stellen. Sie lenken vom Thema ab: Bitte belegen Sie Ihre Behauptung mit konkreten Zahlen.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Ich gratuliere den beteiligten Soldatenn die Ihre Pflicht getan haben um Schlimmeres zu verhindern. Schade, dass es 5 Schüsse brauchte und eine Kugel nicht ausreichte.
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    1. Antwort von Mark Stalden (Mark)
      Sehr Zweideutig ihr Kommentar
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    2. Antwort von Christophe Bühler ((Bühli))
      Weshalb zweideutig? Beim Ausnahmezustand, etat d'urgence, der offensichtlich in Frankreich immer noch gilt, ist Munition sparen sicher wichtig.
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