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Sotschi fürchtet Terroranschläge
Aus 10 vor 10 vom 07.02.2013.
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International Sotschi rüstet auf

Noch ein Jahr, dann beginnen in Sotschi die Olympischen Winterspiele. Schon heute ist klar: Es werden die teuersten Spiele aller Zeiten. Doch das ist nicht das einzige Problem der Organisatoren.

In Sotschi wurde heute der Startschuss gegeben: Noch genau ein Jahr dauert es bis zu den Olympischen Winterspielen. Eines ist jetzt schon klar. Es werden die teuersten Spiele aller Zeiten sein: geschätzte 50 Milliarden Franken. Aus dem Nichts wurde an der Schwarzmeer-Küste fast alles aus dem Boden gestampft, was es für die Winterspiele braucht.

Doch Unsicherheiten bleiben. Das Wetter zum Beispiel. Es kann in dieser subtropischen Region grosse Kapriolen schlagen. Vor allem aber: Sotschi liegt in einer sehr unsicheren Nachbarschaft.

Im Osten liegt die abtrünnige georgische Republik Abchasien, deren Unabhängigkeit abgesehen von Russland nur eine Handvoll anderer Staaten anerkennen. Im Nordkaukasus wiederum sind russische Teilrepubliken wie Dagestan, Tschetschenien, Inguschetien oder Kabardino-Balkarien. Dort liefern sich seit Jahren prorussische Regierungstruppen blutige Kleinkämpfe mit aufständischen muslimischen Rebellen.

«Tiefer Hass gegen russischen Staat»

Die Nervosität der russischen Organisatoren ist spürbar. Spezialtruppen mit Sturmgewehren an Sport-Wettkämpfen – in Sotschi wird das dazugehören. Die Zugangskontrollen zu den Wettkämpfen sind extrem streng. Der russische Geheimdienst FSB werde im Vorfeld die Identität jedes Ticket-Besitzers kontrollieren, melden russische Medien. 

Sind die Sicherheitsmassnahmen übertrieben? Nein, sagt Anatolij Jermolin, ehemaliger Offizier einer bekannten russischen Anti-Terroreinheit. Russland und seine Führung hätten im Kaukasus viele Feinde: «Im Kaukasus gibt es viele Menschen, die tiefen Hass gegen den russischen Staat empfinden. Der Hass ist so gross, dass sie bereit sind, sich als Selbstmord-Attentäter in die Luft zu sprengen.»

«Besser, als Tote zu betrauern»

Ein Attentat vor oder während der Olympischen Spiele in Sotschi wäre für die russische Regierung verheerend. Darum investiert sie laut Medienberichten über zwei Milliarden Franken in die Sicherheit.

Strengste Kontrollen, überall Soldaten und Polizei: Vergeht da nicht die Freude am Sportfest? Noch einmal Anti-Terror-Spezialist Anatolji Jermolin: «es ist besser, Wettkämpfe unter dem Lauf von Maschinengewehren zu verfolgen, als nach einem Terrorakt, Tote betrauern zu müssen. Die Russen verstehen, dass es solche  Sicherheitsmassnahmen braucht.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von g. kirchhoff , nusshof
    So viel ich weiss ist es freiwillig an den Spielen teilzunehmen oder gar dorthin zu fahren. Wer sich in Gefahr begiebt kann darin umkommen. Das ganze Spektakel hat nichts mehr mit Völkerverständigung oder Sport zu tun. Solche gigantischen Anlässe gehören nicht in solche extrem gefähliche Regionen und schon gar nicht mit der Begleiterscheinung "Umweltzerstörung"!!!
  • Kommentar von Fritz Frei , Buriram
    Bei der Vergabe der Spiele spielte wohl eine Riesenportion Naivität mit! Und: Schön zu sehen, dass dem KGB-Drecksack aus Leningrad kräftiger Gegenwind in die Maske bläst!
  • Kommentar von Vico , Ilanz
    Hört Ihr Befürworter der Spiele 2022 in der Schweiz nicht ein kleines Glöcklein läuten?? Spitzt die Ohren.
    1. Antwort von Martin Kohler , Uttwil
      mir sagt das Glöcklein, wir sollten an den Spielen die Russen fragen ob Sie uns beschützen würden... die haben keine Bürozeitarmee... :-)
    2. Antwort von Beppie Hermann , Bern
      Jeder malt die Welt in seinen Farben! Einige schaffen es, bei der Malerei die Schattenseiten auszublenden, das nennt man dann naive Malerei. Auch sie findet ihre Liebhaber.