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International Sozialproteste in Rom: Schwere Krawalle

Tausende Menschen demonstrierten in Rom für mehr Sozialwohnungen. Dem Protest folgten schwere Zusammenstösse mit der Polizei. Dutzende Personen wurden verletzt.

Demonstranten und Polizei auf einer Strasse
Legende: Schwere Ausschreitungen in Rom nach einer Demonstration für mehr Sozialwohnungen. Keystone

Bei der Protestkundgebung für mehr Sozialwohnungen in der Innenstadt von Rom ist es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dutzende Menschen sind dabei nach Behördenangaben verletzt worden.

Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein, nachdem diese Steine und Knallkörper auf Polizisten geschleudert hatten. Nach Angaben der Behörden wurden etwa ein Dutzend Demonstranten und rund 20 Beamte verletzt. Sechs Demonstranten seien festgenommen worden.

Unter den Verletzten war demnach auch ein 47-jähriger peruanischer Demonstrant. Er habe einen Knallkörper werfen wollen, der dann aber in seiner Hand explodiert sei. Die Hand sei amputiert worden.

Legende: Video Schwere Krawalle in Rom abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 12.04.2014.

Tränengas-Einsatz

Nach Angaben der Organisatoren nahmen 15'000 Menschen an der Demonstration teil, die zunächst friedlich durch die italienische Hauptstadt zog. Einige der Teilnehmer, die ihre Köpfe unter Kapuzen verbargen, bewarfen plötzlich Polizisten und Einsatzfahrzeuge. Die Polizei, die mit 2000 Beamten im Zentrum Roms im Einsatz war, drängte die Demonstranten durch den Einsatz von Tränengas zurück.

Die Demonstration war von mehreren linken Gruppen organisiert worden, darunter Aktivisten für das Recht auf Wohnen, Gegnern der Sparpolitik und Gewerkschaften, die sich gegen prekäre Arbeitsverhältnisse engagieren.

Die Zusammenstösse ereigneten sich auf der zentralen Via Veneto unweit des Arbeitsministeriums. Die Demonstranten skandierten Slogans gegen die Regierung Renzi und forderten Jobs und ein Mindesteinkommen. Auch Studenten und Gegner der geplanten Schnellzugverbindung zwischen Turin und Lyon waren unter den Demonstranten.

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