Spanien: Finanzamt entschuldigt sich beim Königshaus

Spaniens Finanzminister Cristóbal Montoro hat sich bei der Königsfamilie entschuldigt. Das Finanzamt hatte Prinzessin Cristina zuvor fälschlicherweise des Steuerbetrugs verdächtigt. Grund für das Missverständnis: eine falsch eingegebene Ausweisnummer.

Cristina von Spanien von der Seite mit Sonnenbrille und schwarzem Mantel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Anschuldigungen gegen Cristina von Spanien erwiesen sich als ein Irrtum. Keystone

Rund 1,4 Millionen Euro soll die Tochter von Spaniens König Juan Carlos und Königin Sofía, Cristina, dem Fiskus vorenthalten haben. Die Einnahmen stammen laut einem Dokument der Steuerbehörde aus Immobilienverkäufen die Crisitina 2005 und 2006 tätigte.  Die Vorwürfe haben sich nun als Irrtum erwiesen.

Falsche Ausweisnummer

Grund für den «bedauerlichen Fehler» ist laut dem spanischen Finanzminister Cristóbal Montoro eine falsch eingegebene Ausweisnummer. Wie es dazu kommen konnte ist noch unklar. Die Verwechslung verwundert umso mehr, da die Ausweisnummern der Königsfamilien aus nur zwei Ziffern bestehen, während die restlichen Bürger mit deren vierzehn registriert sind. Finanzminister Montoro kündigte eine Untersuchung an.

Ermittlungen gegen Ehemann

Die Beliebtheit der Königsfamilie hat beim spanischen Volk in letzter Zeit stark gelitten. Aktuell ermittelt die spanische Justiz gegen den Ehemann von Prinzessin Cristina. Ihm wird vorgeworfen öffentliche Gelder in der Summe von 6 Millionen Euro veruntreut zu haben. Im von wirtschaftlichen Krisen geschüttelten Spanien, das aktuell eine Arbeitslosenquote von 27 Prozent ausweist, stösst dies der Bevölkerung sauer auf.