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International Strahlenwerte in Fukushima steigen um das 18-fache

Die radioaktive Strahlenbelastung beim japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat sich drastisch erhöht. Die Strahlung sei um das 18-fache gestiegen, gab das Unternehmen Tepco bekannt.

Die radioaktive Strahlenbelastung an einem Wassertank am Katastrophenreaktor von Fukushima ist massiv gestiegen. Die Strahlung rund um Kühl-Tanks des zerstörten Reaktors sei innerhalb von einer Woche um das 18-fache gestiegen, gab Tepco bekannt.

Experten in strahlensicherer Montur auf dem Gelände.
Legende: Ein Grund für die erhöhten Werte könnte die Anwendung von genaueren Messinstrumenten sein. Keystone

Die Belastung beläuft sich den Angaben nach nun auf 1800 Millisievert pro Stunde – eine Dosis, die binnen vier Stunden zum Tod führt. Der Wassertank, in dem
kontaminiertes Wasser aus dem Reaktor aufgefangen wird, habe aber kein neues Leck, versicherte ein Tepco-Sprecher. Der Wasserstand sei unverändert.

Genauere Messinstrumente

Allerdings sei an einer Verbindung zwischen zwei anderen Tanks in der Nähe ein Leck entdeckt worden, sagte der Sprecher. Die genaue Ursache werde untersucht. Er sagte, die höhere Strahlung rühre zum Teil auch daher, dass Experten nun genauere Messinstrumente eingesetzt hätten. Dies könnte heissen, dass die Strahlung schon länger deutlich höher ist als angenommen.

Tepco hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, dass 300 Tonnen hochradioaktiv verseuchtes Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen seien. Das Unternehmen steht wegen seines Krisenmanagements während und nach der Atomkatastrophe von März 2011 heftig in der Kritik.

Der Firma wird vorgeworfen, das Ausmass der Katastrophe zu vertuschen und die Öffentlichkeit nur häppchenweise zu informieren. Die Atomkatastrophe von Fukushima war das schwerste Unglück seit jenem im ukrainischen AKW Tschernobyl 1986.

16 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Wir sollten den verantwortungslosen Politverbrechern welche diese Technologie in der Schweiz ermöglichten die Renten zurüch vordern und für immer und ewig streichen. So hätten wir etwas an die Lagerungskosten der Abfälle für den so "billigen" Strom. Was haben gute Bänker und radioaktive Abfälle gemeinsam? Sie kosten mehr als Sie nutzen und verursachen einen enormen Schaden für die Zukunft.
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  • Kommentar von Martin, Muttenz
    wer glaubt, dass nun die volle Wahrheit bekannt gegeben wird, der ist wohl sehr naiv. Die Betreiberfirma Tepco konnte die erhöhten Strahlenwerte einfach nicht mehr verschleiern. Da wird ein ganzes Volk verarscht und belogen, was die Balken biegen. Im übrigen würde dies auch in der Schweiz passieren, denn sonst gäbe es eine Massenpanik.
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  • Kommentar von Thomas Koch, Stuttgart
    Ich frage mich, wer kann angesichts dieser Katastrophe noch solch eine Technik unterstützen? Und beim Fracking wird wieder rücksichtslos auf Kosten und Risiko der Allgemeinheit Gewinnmaximierung für wenige betrieben!
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Wirtschaftsfoererung, Wachstum als Maxime dadurch Zuwanderung und Ueberfuellung unserer Laender und damit verbunden ein zunehmender Energieverschleiss... man kann nicht grenzenlosen Wohlstand haben OHNE Energie. Also Du siehst das Problem und nun gehe hin und loese es!
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