Stühlerücken bei der Fifa – Kattner muss gehen

Kaum ist die neue Generalsekretärin im Amt, muss der bisherige stellvertretende Generalsekretär Markus Kattner gehen. Ihm ist eine interne Untersuchung zum Verhängnis geworden.

Markus Kattner stützt seinen Kopf auf zwei gefalteten Händen vor einem Fifa-Logo Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Markus Kattner soll seine treuhänderische Verantwortung missbraucht haben. Jetzt muss er gehen. Keystone

Die Fifa trennt sich per sofort von Interims-Generalsekretär Markus Kattner. «Interne Untersuchungen der Fifa haben Verletzungen seiner treuhänderischen Verantwortung in Bezug auf sein Arbeitsverhältnis festgestellt», hiess es in einer Mitteilung des Weltverbandes.
Darüber hinaus werde die Fifa «keine weiteren Details bekanntgeben, die Kooperation mit den relevanten Behörden wird aber weitergeführt.»

Der Deutsche hatte nach der Suspendierung des mittlerweile ebenfalls entlassenen Jérôme Valcke den Posten als geschäftsführender Generalsekretär im vergangenen September übernommen. Der gebürtige Bayer kam 2003 von der Unternehmensberatung McKinsey zum Weltverband und war eigentlich Fifa-Finanzdirektor.

Bereits vor Entlassung in den Schlagzeilen

Zuletzt war Kattner in die Schlagzeilen geraten, weil ihm dubiose Zahlungsflüsse bekannt gewesen sein sollen. So soll Kattner auch von der 2-Millionen-Franken-Zahlung des damaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter an den früheren Uefa-Chef Michel Platini im Jahr 2011 gewusst haben.

Auf dem Kongress Mitte Mai in Mexiko hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino bekanntgegeben, dass die senegalesische Diplomatin Fatma Samoura im Juni ihren Posten als neue Generalsekretärin des Weltverbandes antreten werde.