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International «Stunden des Entsetzens»

Nicht nur deutsche Spitzenpolitiker zeigen sich bestürzt über den Anschlag in Istanbul. Aussenminister Steinmeier spricht von «Stunden der Trauer, der Wut und des Entsetzens». Derweil rufen Politiker weltweit zu einem entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus auf.

Legende: Video «Bundeskanzlerin Merkel zum Anschlag in Istanbul (unkommentiert)» abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Vom 12.01.2016.

«Seit vielen Jahren hat uns Deutsche der Terror nicht mehr so schwer getroffen», sagte Aussenminister Frank-Walter Steinmeier zum Anschlag in Istanbul, bei dem mindestens acht deutsche Staatsbürger getötet wurden. «Wir dürfen und werden uns von Mord und Gewalt nicht einschüchtern lassen.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus, wie auch Bundespräsident Joachim Gauck. Merkel sagte den Attentätern von Istanbul zudem einen entschlossenen Kampf an. Die Terroristen seien Feinde aller freien Menschen, gar «Feinde der Menschlichkeit». Die Freiheit und «unsere Entschlossenheit, gemeinsam mit unseren internationalen Partnern gegen die Terroristen vorzugehen» würden sich am Ende aber durchsetzen.

Politiker fordern: Kampf gegen Terror soll verstärkt werden

Zahlreiche Spitzenpolitiker Europas verurteilen das Attentat aufs Schärfste. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte: «Solche Anschläge sind durch nichts zu rechtfertigen.» Auch Russland spricht von einem «zynischen Verbrechen» und einer «schändlichen Aktion».

Derweil fordern EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini und EU-Kommissar Johannes Hahn, dass die Anstrengungen im Kampf gegen den Terror verstärkt werden. Sie mahnten allerdings, bei neuen Massnahmen die Menschenrechte und das Humanitäre zu respektieren. Dies wohl mit Blick auf das Vorgehen der Türkei gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK.

Auch Saudi-Arabien, Iran und Ägypten verurteilten das Attentat. Ein Sprecher des Aussenministeriums in Kairo rief die internationale Gemeinschaft auf, sich im Kampf gegen den Terrorismus zu vereinen. Ebenso der iranische Aussenamtssprecher Dschabar Ansari: «Diese Terroraktion hat erneut bewiesen, wie notwendig eine regionale und internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus ist.»

21 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Weltweites Entsetzen... ja haette es keine Europaer gertoffen, haette sich dieses Entsetzen in kleinem Ramen gehalten.. und Morgen.. geht man ueber zur Tagesordnung.. und der IS wird weiterhin halbherzig bekaempft... Nationen man muss jetzt mit aller Kraft den "Stecker" iehen.. ansonst brennt bald die ganze Welt
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ganz offensichtlich soll Deutschland gezwungen werden, mehr in den Krieg in Syrien zu investieren, mehr Geld, mehr Waffen, mehr Soldaten...
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Der "Kampf gegen den Terror", wie G.W.Bush diese Krieg gegen die Länder des nahen und mittleren Ostens nannte, und am 7.Oktober 2001 mit der Bombardierung Afghanistans begann, wird so niemals zu gewinnen sein. Jede Bombe - und es fallen Hunderte oder Tausende jeden Tag, in Sudan, Mali, Libyen, Pakistan Afghanistan, Irak, Jemen, Syrien... Genauso wie Weley Clark ehem. Nato-Oberbefehlshaber) von den Plänen der Bush-Administration berichtete, 7 Länder in 5 Jahren. Jeder kann es nachlesen...
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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Seit wieviel Jahren erzählen die immer das gleiche und unterstützen dann Leute wie Erdogan?Seit wieviel Jahren wird das Problem verleugnet?Seit wieviel Jahren warte ich das Leute wie Mazyek oder ein Imam sagt das Grundgesetz und der Rechtsstaat geht vor den Koran?Hoffen und harren macht den Mensch zum Narren.
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