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Stundenlange Untersuchung Keine klare Todesursache: Obduktion von Buckelwal «Timmy» beendet

  • Die Obduktion von Buckelwal «Timmy» am Strand der dänischen Insel Anholt ist beendet.
  • Das Team aus Fachpersonen konnte zunächst keine klare Todesursache feststellen, wie die Nachrichtenagentur DPA schreibt.
  • Proben wurden entnommen und werden weiter untersucht.

Klar ist nun zumindest, dass «Timmy» – wie früher bereits vermutet – kein Männchen, sondern ein Weibchen war. Trächtig sei das Tier in den letzten Monaten nicht gewesen, hiess es. Ferner seien beim Blick ins Maul und in den Magen keine Netze oder andere Gegenstände festgestellt worden, erklärte Veterinärmediziner Tim Jensen von der Universität Kopenhagen.

Blauer Container und grosses Objekt am Strand mit Meer im Hintergrund.
Legende: Ein Bagger hievte im Laufe der Obduktion nach und nach Teile des Walkadavers in die bereits vorbereiteten Container. Nach Anbruch der Dunkelheit wurden noch die letzten Reste des Tiers weggeräumt. Für das Team ist die Arbeit damit erledigt. EBU

Überhaupt brachte die stundenlange Untersuchung des Wals keine Verletzungen zutage, was jedoch auch am Verwesungszustand des seit Wochen toten Tieres liegen könne. Zwar habe man Parasiten festgestellt, diese seien aber nicht für Timmys Tod verantwortlich.

Stundenlange Arbeiten am Tier

Fachleute mit Schutzanzügen begannen am späten Nachmittag, den Wal zu obduzieren. Zuerst begutachteten und vermassen sie den gelb-bräunlichen Kadaver genau. Anschliessend schnitten sie ihn auf, um Luft aus dem stark aufgeblähten Körper abzulassen.

Über Stunden hinweg öffneten und zerteilten die Expertinnen und Experten das Tier, untersuchten es Stück für Stück, Organ für Organ. Ein Bagger hievte Timmys Überreste schliesslich in bereitgestellte Container, die Anfang der kommenden Woche abtransportiert werden sollen.

Das Team entnahm während des Prozederes Proben. Diese Ergebnisse werden jedoch erst in ein paar Monaten erwartet.

Der Wal vom Timmendorfer Strand

Buckelwal «Timmy» war das erste Mal Anfang März in der Ostsee gesichtet worden. Es folgten mehrere Strandungen an der deutschen Ostseeküste – angefangen mit dem Timmendorfer Strand. Daher rührt auch der Name «Timmy». Damals ging man noch von einem jungen Walbullen aus. Timmys Schicksal bewegte zahlreiche Menschen in Deutschland und darüber hinaus. So sehr, dass schliesslich eine private Initiative gestartet wurde, um das Tier in einer Barge Richtung Nordsee zu transportieren und auszusetzen.

Zunächst schien der vielfach kritisierte Rettungsversuch geglückt. Dann tauchte ein Walkadaver vor der dänischen Insel Anholt auf, der letztlich als Timmy identifiziert wurde.

SRF 4 News, 05.06.2026, 02:00 Uhr ; 

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