Kim Jong Un's Provokationen Südkorea erwartet weitere Raketentests des Nordens

Mann in Panzer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Südkorea hat mit einer Militärübung auf den neuen nordkoreanischen Atomtest reagiert. Keystone

Südkorea rechnet mit weiteren Raketentests des kommunistischen Nordens. Es gebe Anzeichen dafür, dass Nordkorea erneut ballistische Raketen abfeuern werde, erklärte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums in Seoul. Zu erwarten sei auch, dass die Führung in Pjöngjang wieder eine Interkontinentalrakete testen werde.

Südkoreas Militär hat seinerseits ebenfalls auf Nordkoreas Test reagiert – mit einer Übung simulierte es einen Angriff auf das nordkoreanische Atomtestgelände. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der Führung in Pjöngjang damit gedroht, die USA und deren Verbündete notfalls auch mit Atomwaffen verteidigen zu wollen.

Südkorea will ausserdem gemeinsam mit den USA und Japan auf weitere Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats gegen Nordkorea hinwirken. Das höchste UNO-Gremium beschäftigt sich heute in New York zum zweiten Mal binnen einer Woche in einer Dringlichkeitssitzung mit Nordkorea. Erst im August hatte der Sicherheitsrat die bislang schärfsten Strafmassnahmen gegen Nordkorea verhängt.

Die Vorgeschichte

  • Nordkorea hatte eigenen Angaben zufolge am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen. Wasserstoffbomben sind ein Vielfaches stärker als herkömmliche atomare Sprengsätze.
  • Der sechste und bisher stärkste Atomversuch Nordkoreas seit 2006 verursachte laut China ein Beben der Stärke 6,3.
  • Der Test löste international scharfe Kritik aus.
  • Der Konflikt mit Nordkorea heizt sich seit Monaten auf. Nach zwei Interkontinentalraketen-Tests im Juli hatte Nordkorea am Dienstag auch eine Mittelstreckenrakete abgefeuert.
Infografik: Nordkoreas Raketen

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Erdbeben in Nordkorea – Test einer Wasserstoffbombe?

    Aus Tagesschau vom 3.9.2017

    Gemäss Nordkorea soll der Test einer Wasserstoffbombe der Grund für das Erdbeben im Nordosten des Landes sein. Die internationale Empörung ist gross. Einschätzungen von SRF-Korrespondenten Thomas Stalder, Pascal Nufer und Peter Düggeli in Tokio, Schanghai und Washington.