«Super-Taifun» reisst in Ostasien Dutzende in den Tod

Beim Zerstörungszug von Taifun «Usagi» über Südchina sind mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Es ist der schlimmste Wirbelsturm des Jahres in der Region.

Drei Männer werden auf einer Strasse von einer Welle überrascht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einen so heftigen Wirbelsturm wie «Usagi» hat China in diesem Jahr noch nicht erlebt. Reuters/archiv

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometer in der Stunde brauste «Usagi» über Region und richtete schwere Schäden an.

Der Sturm brachte sintflutartige Regenfälle, heftige Böen und Überschwemmungen. Medienberichten zufolge gabe es auf den Philippinen, in Südchina und Vietnam über 70 Tote.

Der «Super-Taifun» traf in der Nacht zum Montag mit voller Wucht bei der südchinesischen Stadt Shanwei in der Provinz Guangdong auf die Küste.

In der Region wurden über 7000 Häuser zerstört. Die Strom- und Wasserversorgung war unterbrochen. Rund 50 Zugverbindungen wurden ausgesetzt, Hunderte Flüge gestrichen. Allein in Hongkong fielen rund 250 Flüge aus. Der direkte wirtschaftliche Schaden wurde auf umgerechnet 390 Millionen Euro beziffert.

Taifun trifft China (unkomm.)

0:40 min, vom 23.9.2013

Wirbelstürme in der Pazifikregion

Bei Evakuierungen in der Provinz Guangdong waren 226'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Mehr als 3,5 Millionen Menschen waren betroffen. Die Behörden hatten die höchste Alarmstufe ausgerufen.

«Usagi» ist bisher der stärkste Tropensturm des Jahres im Westpazifik. Zuvor richtete er auf den Philippinen Zerstörungen an.

Vor zwei Jahren starben durch den Taifun «Washi» auf den Philippinen 1200 Menschen, im vergangenen Jahr kamen durch «Bopha» auf Mindanao 1100 Menschen ums Leben.