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International Syrien zum Dialog bereit

Die syrische Regierung ist offenbar bereit zum Friedensdialog. Der syrische Aussenminister bestätigte heute die Bereitschaft zum Gespräch mit der Opposition. Dies soll aber ohne Mitwirkung ausländischer Politiker geschehen. Erste Gespräche sind auf Ende Januar geplant.

Legende: Video Inner-syrischer Dialog möglich abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.12.2015.

Die syrische Regierung ist zu einer Beteiligung an Friedensgesprächen mit der Opposition zu einer Beendigung des Bürgerkriegs bereit. Aussenminister Walid Muallem bestätigte heute die Teilnahme des Assad-Regimes an den Gesprächen in Genf.

«Syrien ist bereit, sich am innersyrischen Dialog in Genf ohne ausländische Einmischung zu beteiligen», sagte Muallem nach einem Treffen mit dem chinesischen Aussenminister Wang Yi in Peking. Er hoffe, dass dies bei der Bildung «einer Regierung der nationalen Einheit» helfe.

Liste der ungebetenen Gäste

Eine Teilnahme an den Gesprächen, so der syrische Aussenminister, hänge allerdings noch von einer Liste mit «Terrororganisationen» ab, die nicht an den Gesprächen teilnehmen dürfen.

Die UNO hatte Jordanien mit der Erstellung einer Liste beauftragt, auf der die von den Gesprächen ausgeschlossenen Gruppen aufgeführt werden. Dazu zählen etwa die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front.

Die Gespräche zwischen der syrischen Regierung und der Opposition sollen unter der Ägide der Vereinten Nationen Ende Januar in Genf beginnen.

Wahlen in 18 Monaten

Der UNO-Sicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche einstimmig eine Resolution zu einem Friedensfahrplan für Syrien verabschiedet. Dem Text zufolge soll in Syrien ein Waffenstillstand in Kraft treten, sobald Regierung und Opposition ihre Gespräche über einen politischen Übergang aufnehmen.

Binnen 18 Monaten sollen Wahlen stattfinden. Es war das erste Mal seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast fünf Jahren, dass sich der Sicherheitsrat auf einen Fahrplan für eine politische Lösung in Syrien einigen konnte.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    In Syrien kämpft jeder gegen jeden. Jede Partei begeht Kriegsverbrechen. Auch die Kurden z.B. in Tal Abayad. Dieser Krieg ist ein einziger Gewaltexzess, jede Seite ist Täter wie Opfer. Es gibt keine Seite mehr auf die der Westen sich guten Gewissens schlagen kann. Es ist nicht anzunehmen, dass aus diesem Hass zwischen allen Gruppen jemals ein funktionierender Staat entstehen wird. Das ist auch der Grund warum so viele Syrer ihrem Land für den Rücken kehren. Sie haben einfach keine Hoffnung mehr.
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Ich glaube nicht, dass mit diesem Betonkopf Frieden in Syrien geschaffen werden kann. Zuerst muss das Regime Assad liquidiert werden und dann ist es immer noch ein weiter Weg zum Frieden. Auch für Syrien gilt: was nicht zusammengehört kann nicht zusammenwachsen!
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    "Erste Gespräche sind auf Ende Januar geplant." 2017 oder später 2018?
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