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International Syriens Armee bombardiert IS-Stellungen in Palmyra

Die syrische Armee geht offenbar gegen Stellungen der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) bei Palmyra vor. Diese soll dort in den letzten Tagen bis zu 400 Menschen getötet haben. Syrische Oppositionelle berichten von Leichen, die die Strassen säumen.

Rauch über der antiken Stadt Palmyra nach Angriffen der syrischen Armee auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat am 19. Mai 2015. (keystone)
Legende: Was derzeit in der antiken Stadt genau geschieht, ist unklar. Beobachter sprechen von hunderten Toten in und um Palmyra. Keystone

Die syrische Luftwaffe hat in der Region Palmyra mindestens 15 Stellungen bombardiert. Dies berichtete die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die antike Stadt war von den radikalen IS-Kämpfern erobert worden. Deren Ruinen zählen zum Weltkulturerbe; es wird befürchtet, die Islamisten könnten auch diese Stätten zerstören.

Massaker in Palmyra?

Das syrische Staatsfernsehen berichtete, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe seit der Einnahme der Oasenstadt letzten Mittwoch mehr als 400 Menschen getötet – die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Die Leichen seien geschändet worden.

Nach Erkenntnissen der Beobachtungsstelle töteten die IS-Kämpfer in und um Palmyra mindestens 217 Menschen. Unter den Opfern seien mindestens 150 gefangene Regierungssoldaten sowie 67 Zivilisten, unter ihnen zwölf Frauen und 14 Kinder.

All diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Sie deckten sich jedoch laut der Nachrichtenagentur Reuters weitgehend mit Berichten syrischer Oppositioneller. Diese erklärten in Online-Netzwerken, Hunderte Leichen säumten die Strassen von Palmyra. Bei den Toten handle es sich vermutlich um Anhänger der Regierung in Damaskus.

Auch Unterstützer der Extremisten stellten Videos ins Internet, die angeblich zeigen, wie IS-Kämpfer Regierungsgebäude in Palmyra durchsuchen und Bilder von Präsident Baschar al-Assad von den Wänden reissen.

Syrien und Irak unter Zugzwang

Die Terrormiliz IS hat in Syrien und Irak binnen weniger Tage die beiden strategisch wichtigen Städte Palmyra und Ramadi erobert. Die USA hat daraufhin die irakische Armee scharf kritisiert.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Erik Bachmann, Germany
    Ich kann es nicht mehr sehen wie alle dort wegsehen. Nach Monaten bin ich schon lange auf den Punkt gekommen, das wir oder irgendjemand dort militärisch eingreifen sollten, anders geht es nicht weil man mit diesen brutalen Mördern einfach nicht reden kann und ich persönlich auch gar nicht mehr mit denen reden möchte. Ich weiss das das töten dann nicht aufhören wird, aber nicht dort einzugreifen wäre noch schlimmer und diese Mörder würden einfach weiter machen. Intervention!
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  • Kommentar von Michelle Frick, Triesen
    Das traurigste daran: die frauen und kinder werden nicht einfach nur abgeschossen, sondern müssen zuerst noch ein elendiges leid durchgehen. Einfach traurig und grausam sowas. ich hoffe, dass wenn man schon soviele asylanten aufnimmt, dass man schaut, dass man soviele frauen und kinder aufnimmt wie nur möglich und ihnen eine gute psychologische hilfe anbietet.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Die USA haben in dieser Region ein Chaos angerichtet, sich dann schleunigst vom Acker gemacht und damit den islamistischen Fanatikern letztlich Tür und Tor geöffnet. Nur Despoten konnten die Völkerschaften verschiedener islamischer Glaubensrichtungen, die sich einander nicht grün sind, im Zaume halten, obwohl zugegeben, nur mit harter Hand und Grausamkeit. Aber diese Despoten hat man ja gehenkt und gepfählt. Die Büchse der Pandora ist nunmehr weit geöffnet. Der Tod hält weiter reiche Ernte
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