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International Syrische Rebellen feiern Erfolg im Kampf um Aleppo

In der syrischen Grossstadt Aleppo ist es Rebellengruppen laut eigenen Angaben gelungen, den Belagerungsring der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad zu durchbrechen. Allerdings fehlen noch immer sichere Korridore, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Die Gefechte halten an.

Legende: Video «Rebellen vermelden Durchbruch in Aleppo» abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.08.2016.
Eine verschleierte Frau Macht das Siegeszeichen, um sie herum stehen lachende  Menschen.
Legende: Die Belagerung der Regierung durchbrochen: Rebellen-Anhänger feiern ihren Sieg. Reuters

Nach dem Bruch der wochenlangen Belagerung sind in der nordsyrischen Stadt Aleppo am Sonntag heftige Gefechte zwischen Regimetruppen und Rebellen entbrannt.

Rebellen melden Erfolge

Die Rebellen in Syrien hatten im Kampf um die Grossstadt Aleppo am Samstag nach eigenen Angaben einen wichtigen Erfolg erzielt. Es sei ihnen am Samstag gelungen, von der Regierung gehaltenes Territorium zu durchbrechen und so in den von Aufständischen kontrollierten Osten der Metropole vorzudringen. Dabei sei auch der strategisch wichtige Militärkomplex Ramusah erobert worden.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte bestätigte die Angaben. Regierungsnahe Medien wiesen sie dagegen zurück und berichteten, die syrische Armee erobere kürzlich von Rebellen eingenommenes Territorium zurück. Ein Vertreter des US-Aussenministeriums sagte, die Lage sei unbeständig.

Noch keine sicheren Korridore

Für die eingeschlossenen Zivilisten zeichnete sich zunächst keine Erleichterung ab. Die Beobachterstelle teilte mit, wegen heftiger Kämpfe und Luftangriffe sei es bislang nicht gelungen, einen sicheren Korridor zwischen den einzelnen Rebellengebieten einzurichten, durch den Zivilisten aus Aleppo fliehen könnten. Mit dem Vormarsch durch den Belagerungsring hätten die Rebellen nun ihrerseits Teile Aleppos unter Regierungskontrolle von der Versorgung abgeschnitten.
Die Stelle mit Sitz in Grossbritannien teilte zudem mit, dass bei einem weiteren Angriff auf ein Krankenhaus in Nordwest-Syrien zehn Menschen getötet worden seien, darunter Kinder. Allein im Juli gab es nach Angaben der Wohlfahrtsorganisation SAMS 43 Angriffe auf medizinische Einrichtungen – so viele wie nie zuvor in einem Monat seit Beginn des Syrien-Konflikts vor mehr als fünf Jahren.

Die belagerte Stadt Aleppo

Aleppo war vor dem Krieg die Handelsmetropole im Norden Syriens. Als grösste Stadt des Landes hat sie im Bürgerkrieg einen hohen strategischen und symbolischen Wert. Einst lebten hier mehr als zwei Millionen Menschen. Die Altstadt mit ihrer Zitadelle gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Grosse Teile des kilometerweiten überdachten Marktes sind inzwischen zerstört. Aleppo gilt als die am heftigsten umkämpfte Stadt in Syrien und ist ein Symbol des seit gut fünf Jahren tobenden Krieges. Während das Regime den Westteil der Stadt beherrscht, kontrollieren Rebellen den Osten. Im Juli hatten Regimeeinheiten mit russischer Luftunterstützung die letzte Versorgungsroute in die Stadt gekappt und bis zu 300'000 Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten. Eine vollständige Eroberung Aleppos könnte zu einem Wendepunkt in dem verheerenden Bürgerkrieg werden.

18 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der 30-jährige Religions-Krieg endete erst, nachdem die Kämpfer ausgegangen waren. Oder auch die Nahrung. Und das Land völlig verwüstet war, und nur noch ein Drittel der Urbevölkerung übrig war. Es ist zu befürchten, dass es vorher auch im Mittleren Osten nicht aufhören wird.
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  • Kommentar von c jaschko (peace and unity on Earth)
    kein Wunder wie RT berichtet hat wurden bei fliehenden IS Kämpfern Kisten von neusten Anti Panzer Waffen , etc aus Deutschland und USA gefunden :-) 1 million dollars question : wie ? :-)
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    1. Antwort von Laurent Christen (kritisch bleiben)
      Und Sie glauben einfach so, was RT berichtet? RT berichtet das, was Putin will, dass RT berichtet. Reine Propaganda, nichts weiter.
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  • Kommentar von László Schink (gegen_links_grün)
    Rebellen? SRF ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit. In Aleppo gibt es keine Rebellen, sondern nur ( noch) Islamisten. Eine masslose Verharmlosung. Lustig wie Herr Steinmeier kritisiert, wenn der pöse Assad Städte einschliesst und belagert. Für die selben Leute ist es dann weniger ein Problem, wenn Islamisten oder der IS Städte belagern und aushungern. Aber sobald Assad am Drücker ist wird mit anderen Ellen gemessen.
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