Zum Inhalt springen

Header

Karte Israel Syrien Golanhöhen
Legende: Derzeit ist noch unklar, wo genau sich der Vorfall ereignete. SRF
Inhalt

International Syrische Rebellen nehmen mehrere Blauhelme als Geiseln

Die UNO bestätigt, dass mehrere ihrer Blauhelmsoldaten im israelisch-syrischen Grenzgebiet in die Gewalt syrischer Aufständischer geraten sind. Wo genau sich der Vorfall ereignete, ist ebenso unklar wie die Herkunft und die genaue Zahl der festgehaltenen Soldaten. Der Sicherheitsrat ist alarmiert.

Die Vereinten Nationen haben Meldungen bestätigt, wonach mehr als 20 Soldaten der UNO-Friedenstruppe im israelisch-syrischen Grenzgebiet von syrischen Rebellen festgehalten werden.

Der Sicherheitsrat kam am Abend in New York zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zusammen. «Die Mitglieder des Rates verurteilen die Festnahme der Blauhelmsoldaten durch bewaffnete Angehörige der syrischen Opposition», sagte Russlands UNO-Botschafter Vitaly Churkin im Anschluss. Sein Land präsidiert den Rat in diesem Monat.

Nach Angaben der UNO wurden die Soldaten bei einem regulären Einsatz von den Aufständischen festgesetzt.

Beobachter-Mission

Die Gegend werde weder von Syrien noch Israel kontrolliert, sondern sei «quasi Niemandsland», sagte Tschurkin. Wie viele Soldaten genau als Geiseln genommen wurden und woher sie stammen, blieb zunächst unklar. Sie gehören der Undof-Mission an, die seit den 1970er Jahren eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golan-Höhen überwacht. «Sie sind unbewaffnet und haben mit dem derzeitigen Konflikt in Syrien nichts zu tun», sagte Tschurkin. «Das ist eine schwerwiegende Missachtung der UNO. Anscheinend wollen einige Gruppen derzeit unbedingt die geografischen Grenzen des Syrien-Konflikts ausweiten.»

Audio
Syriens Opposition feiert ihr Vorrücken
03:30 min, aus Echo der Zeit vom 05.03.2013.
abspielen. Laufzeit 03:30 Minuten.

Der Mission gehören Soldaten aus mehreren Ländern an (Österreich, Kroatien, Philippinen und Indien) – Österreich etwa stellt seit Beginn der Mission einen Grossteil der Soldaten. Das Verteidigungsministerium in Wien erklärte am Abend bereits, dass unter den Festgehaltenen keine Österreicher sind.

Medienberichten zufolge soll es sich um philippinische Soldaten handeln.

Die UNO hat nun nach eigenen Angaben ein Aufklärungsteam auf den Weg geschickt, um weitere Informationen zu beschaffen.

In einem Video, das auf Youtube kursiert, ist zu sehen, wie rund 30 Rebellen einen Konvoi unter ihre Kontrolle bringen. Die Aufständischen forderten die syrische Armee anschliessend auf, sich aus einem Dorf in der Nähe der Golan-Höhen zurückzuziehen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Sebastian Bühler , Winterthur
    In Syrien haben sich mittlerweile so viele kleinere Splittergruppen gebildet das da kein Mensch mehr durchblickt. Es ist bekannt das Hisbollah, Al Qaida und Abu Sayyaf Kämpfer sich unter die FSA gemischt haben und den jungen Syrieren die ursprünglich nur Assad loswerden wollten Ihren Djihadisten Blödsinn einreden. Wenn Assad sagt das die "FSA" Terroristen sind hat er leider recht....
  • Kommentar von Simon Peter , Windisch
    Oje, das ist ja eine ganz vertrackte Situation dort. Mit Syrien, Israel, Aegypten, etc....
    Wenn sich die Leute nur bewusst wären, was sie da machen...Denen fehlt meines Erachtens einfach das öffentliche Verantwortungsbewusstsein, wie in vielen andern islamischen Ländern leider auch.
    1. Antwort von Verena Eberhard , 5722 Gränichen
      Na ja das haben Sie aber sehr schön ausgedrückt. Da wird sich das SRF freuen.
  • Kommentar von M. Tisserand , Schweiz
    Wenn das wirklich die Rebellen waren, dann würde es sie in ein ganz schlechtes Licht rücken.