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Terror-Angriff in Afghanistan Taliban stürmen Militärbasis: Blutbad fordert 140 Tote

Legende: Video Anschlag der Taliban auf Militärbasis abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.04.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Radikal-islamische Talibankämpfer haben einen Armeestützpunkt im Norden Afghanistans gestürmt und mindestens 140 Soldaten getötet. Mindestens 160 weitere wurden verletzt, berichtet die Deutsche Press-Agentur. Die Zahlen habe der Vorsitzende des Provinzrates, Mohammed Ibrahim Chair Andesch, bestätigt.
  • Die etwa zehn Angreifer hatten sich als Soldaten verkleidet, wie ein Armeesprecher sagte.
  • Erst nach Stunden war die Militärbasis in der Provinz Balch wieder unter Kontrolle der Regierungstruppen.
  • Die Taliban waren offenbar mit drei Militärfahrzeugen vorgefahren und hatten am Eingangstor eine Rakete gezündet, um sich Zugang zu verschaffen. Ihr erstes Ziel sei eine Moschee gewesen, in der sich Militärangehörige zum Freitagsgebet versammelt hätten.
  • Der Angriff vom Freitag war der zweite dieser Art auf eine Militäreinrichtung in den zurückliegenden Monaten. Für die erste Attacke auf ein Militärspital in Kabul Anfang März hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich erklärt. Damals kamen 49 Menschen ums Leben, 76 wurden verletzt.
  • Vor wenigen Tagen erst hatten die USA eine Mega-Bombe gegen Terroristen in Afghanistan eingesetzt. Dabei sollen 94 Islamisten getötet worden sein.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Joel Busch (Joel)
    Schrecklich, 300 Tote und Verletzte wegen zehn fanatischen Angreifern es ist schon zum verrückt werden.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Die "fanatischen Angreifer" wurden von den USA und Saudi-Arabien in den 70-er Jahren aufgebaut. Damals kämpften sie als "Freiheitskämpfer" (Mudschaheddin) gegen Russland. Aus den USA kamen die Waffen - aus Saudi-Arabien die totale islamistische Radikalisierung, sogar in Lehrmitteln für Kinder. Der "gute Westen" sieht heute die Früchte seiner Art der Verbreitung von "Menschenrechten und Demokratie". Es ist eine scheinheilige Politik, die Interessen hinter eine verlogene Moral stellt.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ein Bericht darüber, will u. a. die Al Q. dem IS damit ein Zeichen setzen, es eine Machtdemonstration gegenüber diesen ist, dass Afghanistan "ihr Revier" ist & sie den IS nicht im Land haben wollen. Hat Trump jetzt nicht angeblich Stellungen des IS bomardiert?
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    3. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Mitulla. Jeder Mensch ist für seine Taten selber verantwortlich. Mordet er, so ist er ein Mörder, wofür es keine fundamentale religiöse, macht- oder geldgierige Begründung gibt.
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    4. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Meier. Sie hören ja täglich in den Nachrichten, wie frustrierte, junge Migranten leichte Beute seien für Radikalisierungen. Vor dem 11. September 2001 gab es vielleicht Tausend islamistische Terroristen - seit dem glorreichen "Krieg gegen den Terror" mit den unzähligen Bombardements im nahen und mittleren Osten gibt es Hunderttausende islamistische Terroristen. Peter Ustinov, Zitat: "Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen."
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  • Kommentar von Fabio Krauss (FabioK)
    Die Taliban sind eine radikale, islamistische Organisation - deren Gesinnung und deren Taten ändern sich nicht wegen einer einzelnen Bombe, da sie ihre Ziele unabhängig der Konsequenzen um jeden Preis durchsetzen wollen. Und ich möchte garantiert nicht in einer Welt leben, die vom radikalen Islam bestimmt wird! Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum gewisse Leute denken, dass man durch Zurückhaltung eine Lösung finden kann. Es ist m.E. absolut richtig, sie entschlossen zu bekämpfen!
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Vor 50 Jahren haben die Afghanen nach ihren eigenen Gesetzen gelebt - u.a. mit Blutrache. Das ist auch nicht meine Vorstellung von Recht - aber ich lebe ja auch in einem anderen Land. Seit den verheerenden Kriegen haben sich viele Menschen radikalisiert. Wir nennen die afghanischen Rebellen "Terroristen", um unsere Bombardements zu rechtfertigen.NB: Der Ältestenrat in Afghanistan hat die Blutrache sistiert - solange bis alle ausländischen Soldaten tot oder vertrieben sind...
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    2. Antwort von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
      Gerade stolze Schweizer sollten wissen, dass die mentale Situation um 1291 bis gegen des 14. Jahrhundert in den Urkantonen vergleichbar war mit dem heutigen Afghanistan. Die lokalen Stammesfürsten wollen keine Steuern oder andere Abgaben weggeben und sie wollen frei über ihre Welt bestimmen können. Der Islam ist lediglich das Vehikel um das "Volc"h zu fanatisieren. Die Situation in der die Welt steckt ist nicht wirklich optimal und wird immer noch volatiler - mit jeder Bombe.
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    3. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Allem voran, ich glaube nicht dass der Angriff mit der MOAB zu tun hatte, aber ich möchte dennoch auf Herrn Krauss' Kommentar antwirten. Mag ja sein, dass eine solche Bombe Entschlossenheit demonstriert, aber das entscheidende Kriterium ist doch Effektivität. Da liegen die schwächen der Strategie. Man erzielt sicher bessere Ergebnisse wenn man die Afghanis gegen die Taliban unterstützt.
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    4. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Zumbrunn, die Technik hat seit dem 13. Jh grosse Fortschritte gemacht. Damals gingen sie mit Lanzen und Schwertern aufeinander los. Heute mit Gewehren und Sprengstoff. Leider haben sich die Menschen wenig positiv entwickelt. Doch wer mordet ist ein Mörder, ob er das für sich oder Allah tut.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Das wird jetzt vermutlich die "Antwort" auf die "Mutter aller Bomben" aus Amerika sein. Wenn Trump davon ausgegangen ist, dass er damit das Problem in Afghanistan gelöst habe, ist jetzt eines besseren belehrt. Auch Trump?
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