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Taliban bedrohen Stadt Kundus
Aus Tagesschau vom 20.08.2016.
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International Taliban weiter auf dem Vormarsch

Ein schwerer Rückschlag für die Regierungstruppen in Afghanistan. Radikalislamische Taliban haben bei der Stadt Kundus einen ganzen Bezirk überrannt. Damit ist auch die Stadt Kundus selbst wieder in Gefahr.

Nach schweren Gefechten in den vergangenen Tagen haben die radikalislamischen Taliban in der nordafghanischen Provinz Kundus weiteres Territorium erobert. Am Samstagmorgen sei das Zentrum des Bezirks Chanabad in die Hände der Taliban gefallen, sagte ein Mitglied des Provinzrats. Afghanische Sicherheitskräfte versuchten, die Taliban zurückzutreiben.

Taliban: Viele Soldaten getötet

Damit ist auch die Stadt Kundus selbst wieder in Gefahr – bereits im letzten Herbst hatten die Taliban Kundus für zwei Wochen erobert.

Die Taliban teilten in einer E-Mail mit, dass sie viele Soldaten getötet hätten. Ihre Berichte sind aber oft übertrieben. Zu Opfern unter Sicherheitskräften oder der zivile Bevölkerung gab es zunächst keine weiteren Informationen.

Hilfsorganisationen warnen

Erst kürzlich hatten die Taliban erst die Zentren der Bezirke Kala-e Sal und Dascht-e Archi teilweise eingenommen. Somit sind nun alle fünf Bezirke der Provinz Kundus umkämpft oder bereits in Händen der Islamisten.

Hilfsorganisationen warnen, dass im nahenden Winter zehntausende Menschen Hunger leiden werden, weil die Gefechte die Ernte weitgehend verhindert hätten.

Gewalt deutlich gesteigert

Seit Anfang Juli hat sich die Gewalt in Afghanistan noch einmal deutlich gesteigert. Doch sind die Landgewinne der Taliban oft nur von kurzer Dauer, weil Sicherheitskräfte anrücken und sie vertreiben.

Dennoch haben die Aufständischen ihre Kontrolle über die Provinzen ausgeweitet. In einem Bericht des Aufsichtsgremiums des US-Senats für die Hilfe in Afghanistan (Sigar) ging jüngst hervor, dass die Regierung Ende Mai nur noch 65,6 Prozent der 407 Bezirke des Landes kontrollierte. Ende Januar seien es noch 70,5 Prozent gewesen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    .Die Taliban und Lokalfürsten positionieren sich in Afghanistan, da sie jetzt am lukrativsten "Exportschlager" Opium bzw. Heroin profitieren möchten. In Zukunft, wenn AF von China wirtschaftlich ausgebaut wird, gilt das selbe Prinzip. Der Westen baut Brunnen und Schulen, die er militärisch schützt und damit einen Vorwand hat, in AF zu bleiben. China investiert in die Zukunft, die dieses Land längst verdient hat. China hat den Opiumkrieg bereits hinter sich, der auch damals vom Westen ausging.
    1. Antwort von Thomas Wieder  (Thomas W.)
      Ich weiss nicht ob es stimmt: aber scheinbar hat Afghanistan erst eine bedeutende Rolle im Opiumhandel bekommen, seitdem die Amerikaner und ihre "Verbündeten" dort sind. Es gibt vieles, das dafür spricht. Verschwörungstheorie hin oder her: aber irgendwas läuft schief.....
    2. Antwort von Christian Szabo  (C. Szabo)
      Die CIA als einer der Transporteure bestreitet mit dem "Erlös" des Rauschgiftes einen erheblichen Teil ihres Budgets. Wichtige Zwischenstationen/Basen in ehemaligen Regionen Jugoslawiens garantieren einen reibungslosen Betrieb dieses Wirtschaftszweiges. Niemand kontrolliert CIA-Frachten. Air America aus der Vietnam-Epoche lässt grüssen.
  • Kommentar von Dölf Meier  (Meier Dölf)
    Taliban benützt Allah und Allah ist gross und lässt seine Geschöpfe im mausarmen Afghanistan morden. Überlebende kommen nach Europa und verstehen unsere Kultur nicht. Man darf sich nicht in andere Länder einmischen, sonst entsteht ein Chaos. Das gilt für die Russen und die USA.