Termin für Syrien-Konferenz weiter ungewiss

Erst sollte sie Ende Mai stattfinden, dann im Juni, und jetzt im Juli – die Syrien-Konferenz. Die Leidtragenden des Gezerres um Termine und Vorabforderungen sind die Zivilisten.

Während das Töten im syrischen Bürgerkrieg weitergeht, entwickelt sich die geplante Friedenskonferenz in Genf zur Hängepartie. Der französische Aussenminister Laurent Fabius geht davon aus, dass sie frühestens im Juli stattfinden könne.

Auch die Teilnahme der syrischen Opposition ist unsicher. Fabius sagte, die Frist bis zum Zusammenkommen in Genf sei für die Assad-Gegner zu kurz. Die Opposition benötige noch Zeit zur Bestimmung ihrer Vertreter, sagte der französische Aussenminister.

Ähnlich pessimistisch schätzt der britische Aussenminister William Hague den Stand der Friedensbemühungen ein. Ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien sei nicht in Sicht. «Der Konflikt kann noch Monate, gar Jahre dauern», sagte Hague der «Frankfurter Zeitung».

Schutz der Zivilisten angemahnt

Die Truppen von Baschar al-Assad setzten unterdessen ihre Offensive gegen die Aufständischen in Al-Kusair fort. Der Ort nahe der libanesischen Grenze ist strategisch bedeutsam, weil er am Kreuzweg der Nachschubwege beider Seiten liegt.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erinnerte Assads Regierung daran, dass sie für den Schutz von «unter ihrer Kontrolle stehenden Zivilisten» verantwortlich sei. Auch die Hisbollah müsste alles tun, unschuldige Opfer zu verhindern.